Pinneberg
Hetlingen

Trotz bester Saisonleistung nur 1:4

Hetlingens Bezirksliga-Fußballer unterliegen dem SV Lurup deutlicher als verdient

Hetlingen. Finn Lüneburg raufte sich die Haare. Der frühere Oberligaspieler des VfL Pinneberg hatte den Ball schon drin gesehen, nachdem er in der 77. Minute aus sechs Metern zum Schuss gekommen war. Dann aber
zeigte Joschka Grimme zwischen den Pfosten des SV Lurup eine fantastische Reaktion. Anstatt nach dem 1:1 von
Max Wichern (40.) 2:1 zu führen, unterlagen die Bezirksliga-Fußballer des
Hetlinger MTV dem Tabellenführer der Staffel West noch 1:4.

HMTV-Trainer Marc Zippel bescheinigte seinem Team „die beste Saisonleistung, aber mit einem bitteren Ende“. Der Grimme-Schock war noch gar nicht verdaut, als sich auf der gegenüberliegenden Seite Torwart Lasse Wolff und Innenverteidiger Fabian Ecke nicht einig wurden. Plötzlich lag ein Luruper am Boden und der Schiedsrichter verhängte einen Elfmeter, den Routinier Martin Bushaj (früher TSV Uetersen, Blau-Weiß 96) verwandelte.

Zippel haderte mit dem Umstand, dass keine Linienrichter erschienen waren und der Unparteiische seinen Job ohne Unterstützung erledigen musste. „Wenn du alleine auf dich gestellt bist, keine Rücksprache halten, keinen Blickkontakt aufnehmen kannst, triffst du nicht immer die richtige Entscheidung.“

Die Luruper erzielten dann noch zwei weitere Treffer, die sie benötigten, um Hansa 11 hinter sich zu lassen. Der punktgleiche Konkurrent hatte sich zuvor beim personell gebeutelten SC Pinneberg 4:0 (3:0) durchgesetzt. Mit demselben Resultat verloren TBS Pinneberg das Gastspiel beim SC Sternschanze II (Halbzeit:0:2) und der VfL Pinneberg II den Auftritt beim 1. FC Quickborn (Jannis Gries/22., Malte Eilermann/27., Linus Braun/79., Nico Buhr/90.).

Ob Blau-Weiß 96 die führenden Hamburger Teams noch bedrängen kann, lässt Trainer Mathias Timm dahingestellt. „Ich schaue nicht auf die
Tabelle, sondern nur darauf, dass wir uns vernünftig präsentieren.“ Gegen den Kummerfelder SV gabs nichts zu meckern. René Müller (2., 89.), Max Garzen (19., 74.), Dennis Hagemann (21.), Jannik Asmußen (22., 61.) und Lennart Klages (69.) trugen die Treffer zum 8:0 (4:0) zusammen. Allerdings fehlten den unterlegenen Gästen zahlreiche Stammkräfte (Klengel, Basta, Hansen, Berlin, Biltsari). In den ersten 22 Minuten hatten die Schenefelder vier Mal zugeschlagen. Einen ähnlichen Blitzstart legte der SC Egenbüttel gegen die SV Lieth hin (3:0 nach 25 Minuten/ Paul Jürs, Max Gerckens, Christian Tews), um am Ende über das 4:2 (3:1) heilfroh zu sein. Marvin Böttcher mit Treffern in der 41. und 67. Minute sowie Keeper Andre Prüß, der einen Jürs-Strafstoß entschärfte (78.), hielten die Klein Nordender im Spiel. Erst Dawid Mrowzcynski (85.) räumte alle Restzweifel am zweiten Heimerfolg der Rellinger innerhalb von vier Tagen aus.

Nach sieben Runden vor dem
SC Egenbüttel platziert zu sein, das hätte Aufsteiger Heidgrabener SV blind unterschrieben. Aktuell ist es nach dem 0:2 bei Roland Wedel (Okan Özütemiz/46., Baris Ayik/75.) aber nur noch ein Zähler Vorsprung.