Pinneberg
Barmstedt

Trotz guter Leistung: SSV scheidet aus

Barmstedter Landesliga-Fußballer verlieren 1:2 bei Staffelkonkurrent SC Nienstedten

Barmstedt.  Othniel Kenou trägt Fußball-Strümpfe der Größe 41 – 44.
Das war zu sehen, als der eingewechselte Stürmer des SSV Rantzau nach dem
Abpfiff zu Boden sank und enttäuscht sein Schuhwerk von sich schleuderte. Als maximal eine halbe Nummer zu groß hat sich der SC Nienstedten im
Oddset-Pokal erwiesen. Das Dritt­rundenduell der Landesliga-Aufsteiger endete mit einer knappen 1:2 (0:0)-Niederlage der Barmstedter.

Kenou bewegte nicht besonders viel, der ebenfalls eingewechselte Flemming Bruns umso mehr. „Flemme hat die Handbremse gelöst“, sagte Otto Hartlieb, sportlicher Leiter der unterlegenen Gäste, später über den Sturmtank. Zunächst wegen einer noch nicht restlos auskurierten Fußprellung geschont, hatte Bruns in der 65. Minute seinen Gegenspieler ausgetanzt, dann aber nur das Außennetz getroffen.

Als sich Bruns in der 73. Minute
erneut links durchsetzte, da brachte
Tim Heinitz in der Mitte das Kunststück fertig, aus ein paar Metern an SCN-
Keeper Niklas Schwarz zu scheitern. Wenige Tage vor seinem 19. Geburtstag versagte sich Youngster Heinitz so selbst die Belohnung für seinen erfrischenden Kurzeinsatz.

Die Zeit lief den Barmstedtern unerbittlich davon, nachdem sie gleich nach der Pause bei 30 Grad Celsius
(um 21 Uhr) kalt erwischt worden waren. Yannick Reutter, längster Spieler auf dem Kunstrasen im schönen Quellental unweit des Jenischparks, hatte in der 50. Minute das 1:0 geköpft. Per Flachschuss aus 16 Metern glückte Jakob Drinkuth fünf Minuten später das 2:0.

Am Ende konnten sich die unterlegenen Barmstedter damit trösten, dass sie in jeglicher Hinsicht besser als am
12. November 2017 in Nienstedten beim Bezirksliga-Meisterschaftsspiel mitgehalten haben (1:3). Seinerzeit hatte
Jan-Niklas Rohr das 1:1 erzielt.

Diesmal war der Abwehrchef, der nach einer Verletzung um den Anschluss und seine alte Leistungsstärke kämpft, nicht wie schon so oft der Fels in der Brandung. Besser als in der zweiten Pokalrunde auswärts gegen den
SC Pinneberg (2:0) schoss dann Jannik Ruhser einen Foulelfmeter, nachdem
Jonas Matern „in die Zange“ genommen worden war. Für eine Verlängerung kam sein Anschlusstreffer in der 84. Minute aber zu spät.

Tore: 1:0 Reutter (50.), 2:0 Drinkuth (55.),
2:1 Ruhser (84./FE).SSV Rantzau: Ladehof – Dohrn (63. Bruns), Rohr (68. Heinitz), Hartlieb, N. Breuel – Tiryaki (73. Kenou), Bendix – N. Breuel, N. Schulz – Ruhser, Matern.