Pinneberg
Uetersen

Raspo bleibt der Favoritenschreck

Kreisliga-Fußballer werfen mit SV Lurup dritten höherklassigen Club aus dem Pokal

Uetersen.  Zum vereinbarten Bier nach dem Abpfiff ist es dann doch nicht gekommen. Peter Ehlers, Trainer von Rasensport Uetersen (Fußball-Kreisliga), verschwand in der Traube seiner jubelnden Spieler. Selcuk Turan hingegen, Trainer des SV Lurup, flüchtete in die Kabine. Mit 1:6 (1:2) hat Bezirksliga-Spitzenreiter Lurup in der dritten Runde des Oddset-Pokals beim Titel­favoriten der Staffel 7 verloren. Das hatte sich Turan vermutlich ganz anders vorgestellt,
als er seinem ehemaligen Trainer beim TSV Uetersen den Klönschnack nach Spielende vorgeschlagen hatte.

Ehlers hätte ihn vermutlich aufzumuntern versucht. Doch gab es überhaupt Trost für Turan, den Vollblut-Fußballer? Zwei seiner Akteure hatten ihm keinen Gefallen erwiesen, als sie sich wegen eines Fouls an Trainerneffe Philipp Ehlers und wegen Meckerns während einer Getränkepause Gelb-Rote Karten eingehandelt haben.

Und in seinem zusammenfassenden Statement wäre Peter Ehlers dem Freund gegenüber bestimmt genau so deutlich geworden wie gegenüber der Presse. „Dieses Spiel haben wir nicht
wegen der Platzverweise gewonnen.
Wir haben gewonnen, weil wir die klar bessere Mannschaft waren.“

Zum ersten Mal in der jungen
Clubgeschichte hat das Rasensport-Team die vierte Pokal-Runde erreicht. Zuvor im aktuellen Wettbewerb hatte die Mannschaft schon den Hetlinger MTV (Bezirksliga) und Union Tornesch (Landesliga) ausgebootet. Wohin das noch führen soll? Keiner posaunt es
hinaus, doch alle denken es: mit der
gebotenen Demut so bald wie möglich zurück in die Landesliga. Deren fester Bestandteil war der TSV Uetersen, bevor es zum großen Krach mit den heutigen Rasensportlern kam.

Tore: 1:0 A. Koziol (26.), 1:1 Bayraktar (35.),
2:1 Ph. Ehlers (44.), 3:1 Jobmann (64.),
4:1 Ph. Ehlers (78./FE), 5:1, 6:1 Pott (81., 90+5.). Gelb-Rot: (Haris Junuzovic/39., Sulayman Bojang/78./beide SV Lurup).