Pinneberg
Wedel

Pokalauftakt mit einer Prise Brisanz

In Runde eins des Oddset-Cups treffen Roland Wedel und SV Lieth aufeinander

Wedel. „So lange wie möglich die Null halten. Vorne einen Nadelstich setzen.“ Andree Otto (Cosmos Wedel) sagt das, wie die Trainer meistens zu sagen pflegen, wenn im Fußball der David auf den Goliath trifft. Gegen das „Star-Ensemble“ des SC Victoria (Oberliga) geht es in der ersten Runde des Oddset-Pokals für die Männer mit den Sternen auf den Hemden nur darum, die Niederlage erträglich zu gestalten und vielleicht einen eigenen Torerfolg anzubringen. Otto hält es für möglich, dass entweder der schnelle Felix Mühlich, der beim Wedeler TSV Landesligaerfahrung sammelte, oder Nachwuchsstürmer Chance von Preyssin in seinem vorletzten Einsatz, ehe er für ein Jahr ins Ausland geht, für diesen einen magischen Moment sorgen können.

Dass die Cosmonauten eine Verlängerung erzwingen, ist so unwahrscheinlich wie ein bemannter Raumflug zum Mars noch in diesem Jahrzehnt. Das heißt, dass pünktlich um 15 Uhr eine Partie mit besonderer Brisanz auf dem Kunstrasen an der Schulauerstraße angepfiffen wird. Wie lieb haben sich die Bezirksliga-Spieler von Roland Wedel und der SV Lieth wieder, nachdem es kurz vor dem Abpfiff des Punktspiels am 6. Mai gegeneinander – mit 3:2 für die Klein Nordender gewertet – zu Tumulten gekommen war und der Verband das Verhalten beider Seiten mit hohen Geldstrafen sanktioniert hatte? SVL-Trainer Michael Radde-Krüger erklärt die Vorfälle für erledigt. „Ich gehe von einem Spiel ohne Probleme aus.“ Sein Wedeler Trainerkollege Philipp Obloch klingt kampflustig. „Ich fordere Disziplin auf dem Platz. Aber Emotionen kann ich nicht verbieten.“

Eine „Doppelveranstaltung“ elektrisiert auch die Uetersen Fußball-Fans. Erst muss der TSV (Kreisklasse A) befürchten, vom Vorjahresfinalisten Niendorfer TSV Prügel zu beziehen. Danach stehen sich im Rosenstadion die Rasensportler (Kreisliga) und Union Tornesch (Landesliga) im Prestigeduell der Region schlechthin gegenüber. Die aufstrebenden Gastgeber hatten in den vorangegangenen Wettbewerben immerhin den FC Elmshorn und den VfL Pinneberg ausgebootet. Für den VfL (Oberliga) darf es auswärts gegen den SV Hörnerkirchen (Kreisliga) keinen erneuten Reinfall geben. „Das wäre tödlich für unsere positive Aufbruchstimmung“, sagt Trainer Patrick Bethke, dem als zusätzlicher Spieler auf der Außenbahn jetzt auch Tristan Trzeciok (18/Inter Hamburg) zur Verfügung steht. Okan Yumut (Mittelfeld) dagegen fiel durchs Sieb und wird den Club verlassen.

Oddset-Pokal, 1. Runde, Freitag, 19 Uhr:
TuS Appen – SV Lurup, Rissener SV – TuS Holstein, Kickers Halstenbek – Eimsbütteler TV; 19.15 Uhr: SV West-Eimsbüttel – SV Rugenbergen, 19.45 Uhr: 1. FC Quickborn – TuS Osdorf;
Sonnabend, 13.30 Uhr:
Sportfreunde Holm/Wedeler TSV – TuS Borstel; Sonntag, 10 Uhr: Rellinger FC – Heidgrabener SV, 11 Uhr: Union 03 – SC Egenbüttel, 1. FC Eimsbüttel – Gencler Birligi, 12 Uhr: TSV Uetersen – Niendorfer TSV, 12.30 Uhr: Cosmos Wedel – SC Victoria, SV Groß Flottbek – SC Pinneberg, 13 Uhr: Komet Blankenese – Wedeler TSV, TV Haseldorf – Hetlinger MTV, 13.30 Uhr: Spfr. Pinneberg – FC Elmshorn, 15 Uhr: SV Blankenese – SVHR, SV Hörnerkirchen – VfL Pinneberg, Blau-Weiß 96 – SSV Rantzau, Raspo Uetersen – Union Tornesch, Osdorfer Born – SuS Waldenau, Roland Wedel – SV Lieth, Tangstedter SV –
HFC Falke, TSV Seestermühe – TSV Sparrieshoop, Holsatia/EMTV – TBS Pinneberg,
TuS Hemdingen-Bilsen – Inter Eidelstedt.