Pinneberg
American Football

Piraten bitten schon zum 18. American Day

Cheerleader gehören bei US-Sportarten wie dem American Football dazu. Die Elmshorn Maniacs bieten den Zuschaeuern stets akrobatische Einlagen

Cheerleader gehören bei US-Sportarten wie dem American Football dazu. Die Elmshorn Maniacs bieten den Zuschaeuern stets akrobatische Einlagen

Foto: Michael Suhl / HA

US-Flair im Krückaustadion: Erfolgreicher Zweitliga-Aufsteiger aus Elmshorn tritt am Sonntag im Landesderby gegen Lübeck Cougars an.

Elmshorn.  Die Elmshorn Fighting Pirates fiebern dem Sonntag entgegen. „Die Hütte ist voll, die Stimmung noch einmal ganz besonders. Für uns alle ist es quasi das bedeutendste Spiel des Jahres“, sagt Cheftrainer Jörn Maier.

Bereits seit 1991 wird in Elmshorn Football gespielt. 2001 war dann die Premiere des American Days, mit dem der Club einmal im Jahr dem Mutterland dieses Sports huldigt. Die 18. Auflage steht nun an. Geschäftsführerin
Anißa Nowak (26) und ihr siebenköpfiges Organisationsteam hatten im Vorfeld gut zu tun: „Im Januar haben wir uns erstmals zusammengesetzt, als die Spieltermine vom Verband lose festgelegt wurden. Da haben wir bereits über das Rahmenprogramm für den American Day gesprochen“, sagt sie.

Familienfest American Day ist traditionell an einem Sonntag

Die Piraten reichten ihren Wunschtermin ein – traditionell ist es der Sonntag. Es wurde nach einem Gegner in der GFL 2-Nordstaffel (2. Liga) gesucht, der am letzten Tag der Woche keine all zu lange Rückreise bewältigen muss. Die Lübeck Cougars willigten ein, und so wird es nach 2017, als in der Regionalliga der Nachbar Hamburg Pioneers zu Gast war (29:28-Sieg), auch in diesem Jahr ein Derby geben (Einlass Krückau-stadion 13 Uhr, Spielbeginn 15 Uhr, Eintritt acht Euro). Der Aufsteiger aus Elmshorn ist mit drei Siegen und einer Niederlage Tabellenzweiter, die Lübecker Pumas (bisher zwei Siege, eine Niederlage) lauern direkt dahinter.

„Ich bin sehr gespannt. Lübeck wird ebenfalls topmotiviert sein und versuchen, keinen Zweifel daran zu lassen, wer die Nummer eins Schleswig-Holsteins in dieser Staffel ist“, sagt Pirates-Sportdirektor Max Paatz, der im Vorjahr noch für die Lübecker arbeitete. Neben dem Fest für die ganze Familie steckt also auch noch jede Menge Prestige und sportliche Brisanz dahinter.

„35 Helfer kümmern sich um den Aufbau“, sagt Nowak, die ehrlich zugibt, dass sie sich auf den Moment freut, wenn der ganze Stress nach dem Ende der Veranstaltung vorüber ist. Gegen 14.20 Uhr soll ein Konvoi von US-amerikanischen Autos und Harley-Davidson-Motorrädern in das Krückaustadion einfahren. Wenige Minuten zuvor haben die Cheerleading-Teams der Pirates ihren ersten großen Auftritt. Rund um die Partie werden beispielsweise Burger und Popcorn angeboten. Für Kinder gibt es unter anderem Hüpfburgen und einen Schminkstand.

Zudem werden bei einer Tombola (Lospreis: 1 Euro) circa 40 Hauptpreise im Gesamtwert von etwa 2000 Euro verlost. So können zum Beispiel ein Renovierungsgutschein eines Malerbetriebs im Wert von 300 Euro oder ein komplettes Süßwasseraquarium gewonnen werden. Die Münze vor Spielbeginn wird von Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje geworfen.

„Auch das Wetter wird gut. Wir hoffen natürlich, dass möglichst viele Zuschauer kommen“, sagt Nowak, die seit gut einem Jahr die damals neugeschaffene Position als Geschäftsführerin eingenommen hat. Zuvor schloss sie ihr Bachelor-Studim im Bereich Sportmanagement Schwerpunkt Marketing inklusive eines Langzeitpraktikums in England ab. Einst knüpfte die Tochter von Pirates-Präsidentin Sylvia Nowak als Cheerleaderin des Vereins die ersten Kontakte zu diesem Sport.

Selbst komplette Football-Neulinge müssten sich nicht vor Ahnungslosigkeit fürchten. Grundsätzlich geht es in dieser Sportart darum, den Football in die gegnerische Endzone zu bekommen. Um minimum 10 Yards (circa 0,91 Meter) zu überbrücken, hat das angreifende Team vier Versuche. Andernfalls wechselt der Ballbesitz, indem der Ball möglichst weit von der eigenen Endzone weggekickt wird – nun greift das bislang verteidigende Team an.

Ein Touchdown – der Ball wird in die Endzone getragen oder aus der Luft gefangen – bringt sechs Punkte. Landet auch der Extra-Punkt, getreten vom Kicker, zwischen den Torpfosten, gibt es einen Zähler dazu. Als Hilfestellung wird jedes Heimspiel über die Lautsprecheranlage live kommentiert.