Pinneberg
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VfL-Volleyballer bleiben sich treu – wieder nur Platz vier

Pinneberg. Im allgemeinen Sprach­gebrauch hat das Prädikat „beständig sein“ durchaus seine positive Bedeutung. Doch die Volleyballer des VfL Pinneberg würden auf ihre sehr individuelle Form von Beständigkeit gerne verzichten. Zum vierten Mal in Folge beenden die Männer von Coach Daniel Prade die Punktrunde der 3. Liga Nord auf Rang vier. Dabei hatte „Pinnack“, wie sich die VfL-Spieler selber rufen, die realistische Chance, im letzten Saisonspiel mit einem Sieg beim PSV Neustrelitz die Vizemeisterschaft einzufahren. Doch am Ende setzte es in der Strelitzhalle eine 0:3 (23:25, 27:29, 15:25)-Niederlage; der VfL musste in der Tabelle Preußen Berlin und die Neustrelitzer noch an sich vorbeiziehen lassen.

Indes hatten die Pinneberger sogar
noch Glück im Unglück – im Fall eines 3:0-Erfolgs der TSGL Schöneiche in Wriezen wären auch die Brandenburger vorbeigezogen. „Da müssen wir den TKC-Spielern sogar dankbar sein“, sagte VfL-Zuspieler Sebastian Rieck. „Irgendwie scheint unser Name auf Rang vier vorab eingetragen zu sein. Es ist für uns in diesem Jahr mehr drin gewesen. Aber wenn wir mal ehrlich sind, hätten wir Platz zwei nicht verdient gehabt, und die übrige Liga hätte sich in dem Fall fragen müssen, was sie falsch gemacht hat.“

Am Donnerstag berät das Team über die neue Saison

Personelle Umstände wie Verletzungen und individuell bedingte Abwesenheiten waren nur ein Faktor, der zum erneuten Gewinn der „Blechmedaille“ geführt hat. „Wir haben Spiele verloren, die wir nicht hätten verlieren dürfen“, sagte Rieck.
„Uns fehlt leistungsmäßig die Breite, da wir uns vor der Saison nicht in dem Maß verstärkt haben, wie es angedacht war – und der Zuschauerzuspruch war auch nicht mehr der gleiche wie im Vorjahr.“

Da bleibt viel zu tun für die Serie 2018/2019. „Am Donnerstag werden wir uns im Team zusammensetzen und klären, wer in welchem Umfang weitermachen will“, blickt Rieck voraus. „Mit der Grundlage werden wir dann Pläne für die neue Saison schmieden. Sowohl in Richtung sportlicher Verstärkung, aber auch um mehr Fans anzulocken.“