Pinneberg
Ellerbek

19:15 – TSV Ellerbek hat Ladehemmung, besiegt aber Aumühle

Ellerbek. Es ist bezeichnend für das gesamte Match. Nach 57:15 Minuten hat das Trikot von Tarek Fejry mit der Nummer 20 ausgedient. Mit komplett zerrissener Front ist auch durch die
zuvor schon genutzten Klebestreifen nun nichts mehr zu richten: Der Rückraumspieler der Oberliga-Handballer des TSV Ellerbek muss sich das Trikot mit der 26 von Teamkollege Nils Ole Lukas leihen und in aller Eile überziehen, während die Schiedsrichter das Spiel gegen den Tabellenletzten TuS Aumühle-Wohltorf unterbrochen halten.

Zählbares gibt es nach Wiederanpfiff der umkämpften, technisch aber kaum sehenswerten Partie nur noch in Form des Treffers zum 19:15-Endstand durch Tim Blunck. In einem Spiel, das beide Teams gewinnen müssen, überzeugen nur die Abwehrreihen. Effiziente Offensive bleibt Mangelware und lässt die schwach gestarteten Männer von TSV-Coach Tobias Skerka in eigener Halle – trotz der nach 20 Minuten kaum noch durchdringlichen Abwehr – mit einem 6:7-Rückstand in die Pause gehen.

Die Zahlen nehmen vorweg, was TSV-Trainer Skerka nach dem Abpfiff
bilanziert: „Zufrieden kann ich nur mit unserer Abwehr und unserem Torhüter Jan-Hendrik Knieriem sein. In 60 Minuten 15 Gegentore zu kassieren, ist schon sehr gut“, sagte Skerka. Doch vier vergebene Siebenmeter sowie weitere ausgelassene Großchancen verderben den Gesamteindruck. „Auch wenn wir die zehn Minuten nach der Pause souverän gestaltet und uns schnell abgesetzt haben.“

Lob gab es für Olaf-Mark Levin,
der sehr effizient fünfmal traf, und
Felix Albrecht, der seinen Wert für die TSV-Abwehr bestätigte. Skerka sieht aber Entwicklungsbedarf mit Blick aufs Heimspiel am Sonnabend, 19.30 Uhr, gegen den VfL Bad Schwartau II: „Die positiven Aspekte ändern nichts daran, dass wir
angesichts der aktuellen Probleme im
Angriff froh sein können, schon 17 Punkte auf dem Konto zu haben.“

Spielverlauf: 0:4 (9.), 4:7 (21.), 6:7 (29.) – 11:7 (37.), 11:10 (39.), 15:11 (47.), 17:13 (53.), 19:15.Tore für Ellerbek: Olaf-Mark Levin (5/1 Siebenmeter), Tim Blunck (4), Christian Brandt (4/1), Martin Schleßelmann, Tarek Fejry (je 3/1).