Pinneberg
Handball

Männer des TuS Esingen bauen ihren Vorsprung aus

Pascal Kühl (TuS Esingen) ist in Norderstedt nicht zu bremsen und wirft neun der 30 Esinger Tore

Pascal Kühl (TuS Esingen) ist in Norderstedt nicht zu bremsen und wirft neun der 30 Esinger Tore

Foto: Johannes Speckner

Hamburg-Liga-Handballer siegen in Norderstedt mit 30:19. Halstenbeker TS/Blau-Weiß 96 fällt nach Heimpleite gegen den AMTV zurück

Tornesch.  Die Möglichkeit ist groß, dass der 13. Spieltag in der Handball-Hamburg-Liga der Männer eine Weichenstellung in Sachen Meister­frage gebracht hat. Nach zwölf Runden des Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen dem TuS Esingen und der Spielgemeinschaft aus Halstenbeker TS und Blau-Weiß 96 Schenefeld haben sich die Tornescher erstmals einen Drei-Punkte-Vorsprung erarbeitet. Mit dem 30:19 (15:7)-Kantersieg beim abstiegsbedrohten HT Norderstedt ist der von Till Krügel trainierte Oberliga-Absteiger, der sofort in die höchste Regionalspielklasse zurückkehren will, das einzige Team des Kreises, das an diesem Spieltag zwei Zähler einfahren konnte.

„Ich werde mich hüten, auch nur andeutungsweise von einer Vorentscheidung zu sprechen. Jeder weiß, wie schnell sich in dieser Liga angesichts der Leistungsdichte das Bild wieder ändern kann“, sagt Till Krügel. „Aber natürlich haben wir gerne gesehen, dass uns die Konkurrenz mit den Niederlagen von HTS/Blau-Weiß 96 und des TV Fischbek in die Karten gespielt hat.“

Doch wirklich zählen tut für den Coach vor allem der Eindruck vom eigenen Auftritt im Norderstedter Schulzentrum Süd. „Wir haben trotz – oder ja vielleicht auch wegen – unseres kleinen Kaders eine sehr starke Abwehrleistung geboten. Im Positionsangriff waren wir ebenfalls überzeugend und haben auch ein gutes Rückzugsverhalten nach Fehlversuchen gezeigt“, fasste Krügel zusammen und verteilte ein Sonderlob an den stark haltenden Keeper Benjamin Boje. „Mit diesem Rückhalt haben wir von Beginn an unser eigenes Spiel aufziehen können.“ Umso wichtiger, weil die Esinger nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Jan Rabe (Knie) nach seinem Treffer zum 4:1 sowie von Christian Behnke (20., Sprunggelenk) mit Felix Schulz nur noch einen Wechselspieler hatten.

Ein Kraftakt, auf Till Krügel am Sonnabend nicht angewiesen sein möchte, wenn der Spitzenreiter um 17.30 Uhr in der Klaus-Groth-Halle die HSG Pinnau empfängt: „Das ist ein Derby, und die Pinnauer sind mit ihrem geschlossenen Teamverbund grundsätzlich unangenehm zu spielen.“

Attribute, die den Pinneberger Männern von Coach Sascha Burmeister im Heimspiel gegen Tabellennachbar THB Hamburg 03 bei der 32:36 (17:21) wenig geholfen haben. Die Hamburger, brachten es im ersten Durchgang auf stolze 21 Treffer; zu viel für die HSG Pinnau, die die zweite Halbzeit nur ausgeglichen gestalten konnte.

Das Nachsehen hatten auch die Männer der HTS/Blau-Weiß 96, die in eigener Halle gegen den neuen Tabellendritten AMTV nur in den ersten zehn Minuten das Sagen hatten. Nach einem 0:4-Lauf in nur zweieinhalb Minuten vom 4:2 zum 4:6 liefen die Hausherren von einem Einstand abgesehen (13:13/31.) ständig einem Rückstand hinterher. Mit dem Wissen um die Pinnauer Niederlage an diesem Spieltag sind die Männer von Coach Matthias Karbowski vor ihrem nächsten Gegner gewarnt. Am Sonntag, 16 Uhr, geht es zum THB Hamburg 03 in die Halle am Volksdorfer Damm.

Für den TSV Uetersen hat der 13. Spieltag bei der 25:27 (12:11)-Auswärtsniederlage gegen die HG Hamburg-Barmbek II ein nicht ungewohntes Bild gebracht. Nach starker Leistung und langer Führung blieb für den Drittletzten nichts Zählbares hängen. Am Sonnabend, 20 Uhr, wird es für das Team von Coach Bernd Ramspott beim AMTV nicht einfacher.

In der Hamburg-Liga der Frauen gehen für das Elmshorner HT nach dem 21:28 im Kellerduell gegen den SC Alstertal-Langenhorn II allmählich die Lichter aus. Zum rettenden zehnten Platz fehlen bereits acht Punkte. Diesen Rang nimmt derweil der Moorreger SV ein, der zu Hause beim 19:27 gegen den TH Eilbeck nur knapp eine Halbzeit lang mithalten konnte.