Pinneberg
Basketball

Aurimas Adomaitis ist nicht aufzuhalten

Aurimas Adomaitis ist die Zuverlässigkeit in Person bei den „Risters“. Gegen Schalke 04 trumpfte er aufn

Aurimas Adomaitis ist die Zuverlässigkeit in Person bei den „Risters“. Gegen Schalke 04 trumpfte er aufn

Foto: Ulrich Stückler

Litauer erzielt 16 Punkte und holt 15 Rebounds beim 84:80-Heimsieg des SC Rist gegen Spitzenreiter Schalke. Wedel wahrt Play-off-Chance.

Wedel.  Schon in der Vergangenheit hatte Rist-Headcoach Felix Banobre seinen Center Aurimas Adomaitis (30) regelmäßig geadelt. „Wenn er fit ist, ist er definitiv einer der besten Center der Pro B“, so das Urteil der Spaniers über den Litauer.

Nachdem der 2,05 Meter große und 105 Kilo schwere Innenspieler in dieser Spielzeit seine erheblichen Rückenbeschwerden abgeschüttelt hat, zeigt seine Formkurve seit Wochen nach oben. „Aurimas hat einen großartigen Job gemacht. Aber viel wichtiger ist, dass wir als echtes Team auf dem Feld auftreten. Wir haben viele Schlüsselspieler“, sagt der Coach.

Adomaitis, der 16 Punkte erzielte und 15 Rebounds einsammelte, war einer der Akteure, die von Spitzenreiter Schalke 04 einfach nicht in den Griff zu bekommen waren. Mit Will Darley (14), Mario Blessing und Damian Cortes Rey (je 13) punkteten drei weitere Wedeler zweistellig.

Nach dem 77:70-Sieg gegen Cuxhaven fügten die Zweitliga-Basketballer des SC Rist (Pro B) dem Favoriten aus Gelsenkirchen die erst vierte Saisonniederlage zu. 40 intensive Minuten waren zu bewältigen, ehe vor 500 Zuschauern in der Steinberghalle der 84:80 (39:33)-Heimsieg feststand.

Damit haben die Wedeler nach dem zweiten Sieg in Folge (14 Punkte) den Anschluss an die Play-off-Plätze wieder hergestellt. Zwar ist der SC Rist nach wie vor nur Tabellenzehnter, doch die Baskets Akademie Weser-Ems weist als Achter die gleiche Punktzahl wie Wedel auf – wie auch der Neunte ETB Essen. Diesmal gelang dem SC Rist – anders als wiederholt in der Vergangenheit – der Start in die Partie (14:6). Neben Steffen Kiese, Mario Blessing und Vincent Kittmann standen Damian Cortes Rey und Will Darley in der Anfangsformation. „Damian und Will haben während der Trainingswoche tolle Energie gezeigt, und genau die brauchte ich gegen Schalke zu Spielbeginn“, sagte Banobre,

Zu Beginn verteidigten die Gast­geber giftig und trafen zuverlässig ihre eigenen Würfe. Es dauerte, bis die Gelsenkirchener auf Betriebstemperatur kamen. Circa eine Minute vor der Halbzeit ging der Gast mit 33:32 in Führung. Doch nach einer Auszeit des SC Rist gelang den Banobre-Spielern ein 7:0-Lauf und retteten die Euphorie in die Pause.

Nach Wiederanpfiff erzielten die Wedeler noch einmal sieben Zähler in Serie. Die lautstarken Fans hofften, dass die souveräne Führung, die sogar im zweistelligen Bereich lag, bis zum Spielende reichen würde.

Doch wie so oft war der Steinberg Schauplatz eines Krimis. Schalke holte auf – 28 Sekunden vor dem Ende traf der starke Gäste-Akteur Shawn Gulley (27 Punkte, elf Rebounds) per Dreier zum 79:77 und ebenfalls aus der Ferndistanz – acht Sekunden vor der Schlusssirene zum – 83:80. Doch die Gastgeber, die an der Freiwurflinie weitgehend die Nerven behielten, ließen sich den erhofften, aber nicht unbedingt eingeplanten, Erfolg nicht mehr nehmen. Nino Celebic traf einen seiner zwei Versuche von der Linie aus zum Endstand.

SC Rist gastiert nun beim Schlusslicht Stahnsdorf

„Das war ein ganz wichtiger Sieg, denn jetzt sind wir in der Lage, um einen Play-off-Platz zu kämpfen“, sagt Banobre. Auf der Zielgeraden der Hauptrunde – fünf Spiele bleiben – zählt jeder Sieg gefühlt doppelt. Am kommenden Sonntag reisen die Wedeler zum Tabellenletzten Eintracht Stahnsdorf – die zwei Punkte könnte Wedel gut gebrauchen. „Ich würde es nicht Pflichtsieg nennen. Aber natürlich wollen wir gewinnen“, versucht Banobre, den Druck von seinem Team zu nehmen.

Viertel-Ergebnisse: 19:13, 20:20, 26:21, 19:26. SC Rist (Punkte): Aurimas Adomaitis (16), Will Darley (14), Mario Blessing, Damian Cortes Rey (je 13), Steffen Kiese, Vincent Kittmann (je 7), Marizs Behr, Fabian Strauß (je 5), Nino Celebic (4).