Wedel

71:82 – Die Lage beim SC Rist verschärft sich

| Lesedauer: 3 Minuten

Abstiegsbedrohte Wedeler Basketballer unterliegen bei Lok Bernau – während die Konkurrenz punktet

Wedel. Die Zweitliga-Basketballer des SC Rist Wedel waren nicht nur aus tabellarischer Sicht als Außenseiter zum Tabellenzweiten Lok Bernau gereist. Schließlich kooperiert das Team mit dem renommierten Erstliga-Club Alba Berlin. Allerdings: Punkte, auch nicht zwingend einplanbare, könnten die Wedeler in der derzeitigen Situation gut gebrauchen. Doch das Team von Chefcoach Felix Banobre unterlag in Brandenburg mit 71:82 (31:54) und bleibt mit nur zehn Punkten auf der Haben-Seite Tabellenzehnter.

Erst nach der Halbzeit finden die Wedeler besser ins Spiel

„Es hat uns fast zwei Viertel gekostet, um richtig ins Spiel zu kommen. Uns sind einfache Fehler unterlaufen, grundlegende Dinge in der Verteidigung haben nicht funktioniert. Vor allem das erste Viertel war schrecklich. Das habe ich so wirklich nicht erwartet“, übte
Banobre deutlich Kritik. Bereits nach dem ersten Abschnitt lagen die Gäste mit 15 Punkten hinten (16:31). Während die Wedeler weiter ziemlich schwächelten, blieben die Gastgeber auf einem konstant hohen Niveau und behielten auch im zweiten Durchgang souverän die Oberhand (23:15).

„Die zweite Hälfte sah dann ganz anders aus, vor allem das dritte Viertel war sehr gut. Wir haben die Kontrolle über das Spiel übernommen, die Mannschaft hat an sich geglaubt, wir waren voll da“, sagte Banobre. 21 Punkte erzielten die Gäste, Bernau kam in diesen zehn Minuten auf elf. Zum Ende des dritten Viertels gelang dem Banobre-Team ein 11:0-Lauf, der den SC Rist auf 52:65 heranbrachte. Als Wedels Steffen Kiese eingangs des vierten Viertels mit einem Dreier zum 55:65 traf, keimte
sogar leichte Hoffnung auf.

Doch anschließend ließ sich der Zweite, der bisher nur gegen die Itzehoe Eagles vor eigenem Publikum verloren hatte, nicht noch weiter in Verlegenheit bringen und holte sich durch Offensiv-Rebounds zweite Wurfchancen und wichtige Punkte. Knapp sechseinhalb Minuten vor dem Ende handelte sich Wedels im bisherigen Saisonverlauf zuverlässigster Punktelieferant Nino Celebic (17,3 Punkte im Schnitt) sein zweites technisches Foul ein und schied diesmal mit lediglich fünf erzielten Zählern in 19:26 Minuten Einsatzzeit vorzeitig aus.

Bester Wedeler Werfer war der nach Handbruch wiedergenesene Damian Cortes Rey (15 Punkte). „Ihm fehlt noch ein wenig der Wettkampfrhythmus, am Ende des Spiels war er müde. Damian braucht noch ein, zwei Spiele, dann ist er wieder voll auf der Höhe“, sagte der Coach.

Cortes Rey und Co. haben am Sonntag, 14. Januar, in der Steinberghalle
(17 Uhr) nun ein extrem wichtiges Spiel vor der Brust. Schließlich hat Gegner Cuxhaven Oldenburg besiegt, rangiert in der Abstiegszone nur noch zwei Zähler hinter dem SC Rist – und hat das Hinspiel gewonnen (107:96).

Viertel-Ergebnisse: 31:16, 23:15, 11:21, 17:19.SC Rist (Punkte): Damian Cortes Rey (15), Steffen Kiese (11), Will Darley, Osaro Jürgen Rich (je 10), Jens Hirschberg (8), Nino Celebic (5), Aurimas Adomaitis, Mario Blessing (je 4), Marius Behr und Paul Owusu (je 2).

( fbü )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport