Pinneberg
Basketball

Nur acht Spiele bleiben den Wedelern noch

Will Darley ist am 14. Dezember von den Pro-A-Basketballern der Hamburg Towers zum Pro-B-Team des SC Rist Wedel gewechselt und hat bereits im ersten Spiel beim Sieg in Essen nach zuvor sieben Wedeler Niederlagen mitgewirkt

Will Darley ist am 14. Dezember von den Pro-A-Basketballern der Hamburg Towers zum Pro-B-Team des SC Rist Wedel gewechselt und hat bereits im ersten Spiel beim Sieg in Essen nach zuvor sieben Wedeler Niederlagen mitgewirkt

Foto: Dennis Fischer/Hamburg Towers / Hamburg Towers

Der US-Amerikaner Will Darley soll beim SC Rist mithelfen, die Abstiegsrunde in der Pro B zu vermeiden. Auftakt ist Sonntag in Bernau.

Wedel.  „Will hat eine echt gute College-Karriere hingelegt. Bei den Towers hat er dann nicht ganz die persönlich erhoffte Rolle gespielt. Nun geht es darum, dass er neues Selbstvertrauen erlangt“, sagt Christoph Roquette über Neuzugang Will Darley (23), der bereits beim letzten Sieg vor der Winterpause für die Zweitliga-Basketballer des SC Rist Wedel gegen Essen (66:59) auflief.

Der 2,03 Meter große Power Forward, der vom Rist-Kooperationspartner Hamburg Towers (Pro A) kommt, stand fast 27 Minuten auf dem Feld,
erzielte elf Punkte und holte sieben Rebounds. Beide Teams lieferten sich ein ziemliches Fehlwurf-Festival, daran beteiligte sich auch Darley, der einen von sechs Drei-Punkte-Versuchen versenkte, insgesamt gesehen aber schon einen ordentlichen bis guten Einstand hinlegte. „In diesem Spiel haben beide Mannschaften eine katastrophale Leistung gezeigt. Es war nur wichtig, dass wir endlich mal wieder gewinnen“, so Roquette.

An der University of Maryland,
Baltimore County, zählte der Wurf aus der Ferndistanz indes zu Darleys größten Stärken. 90 Dreier versenkte der US-Amerikaner in der Saison 2016/17 – beeindruckende 44.3 Prozent betrug die Erfolgsquote. Damit war er bester Werfer seiner Mannschaft. Nach seinem Wechsel in die Pro A lief es weniger gut für Darley, der aus dem US-Bundesstaat Maryland kommt und die kurze Winterpause für einen Heimatbesuch nutzte. Er kam in 13 Partien durchschnittlich knapp elf Minuten zum Einsatz und war rechnerisch für 3,3 Zähler und 1,6 Rebounds verantwortlich.

Nun geht Darley aus persönlicher Sicht einen Schritt zurück, um eine Liga tiefer gemeinsam mit dem SC Rist Wedel wieder in die Spur zu finden. Schließlich machte eine Niederlagenserie von sieben Pleiten in Folge den guten Saisonstart zunichte. „Gerade auf den großen Positionen in Korbnähe hatten wir großes Verletzungspech“, meint Roquette. Zudem seien Jens Hirschberg oder Vincent Kittmann auch recht
häufig beruflich eingespannt: „Dann hat sich die Chance ergeben, Will zu verpflichten, der wirklich optimal zum Spielstil von Felix Banobre passt“.
Der spanische Headcoach bevorzugt grundsätzlich eine Spielweise, die auf schnellen Pässen und Abschlüssen aus der Distanz basiert.

Der Tabellenzehnte aus Wedel ist am 15. Spieltag erneut auswärts gefordert. An diesem Sonntag folgt die Begegnung mit Lok Bernau (17 Uhr).
Zwei Siege haben die „Risters“ momentan Rückstand auf Rang acht, der die Playoff-Teilnahme und damit den sicheren Klassenerhalt bedeuten würde.
Acht Partien bleiben dem SC Rist also noch, das erklärte Saisonziel zu erreichen. In dieser weitgehend ausgeglichenen Liga sollten nun nicht mehr all zu viele Spiele verloren werden.

Ende Oktober gewann das Banobre-Team sein Heimspiel gegen Bernau noch mit 79:71, danach gerieten die „Risters“ in die Negativspirale aus teilweise unglücklich verlorenen Partien und Verletzungspech. Die Wedeler trainieren bereits seit dem 27. Dezember wieder. Mittlerweile sind die Stammkräfte wieder an Bord. Will Darley lag dagegen zuletzt noch mit Magenproblemen flach. Banobre hofft, ihn gegen
Bernau einsetzen zu können. „Will hat eine Menge Talent und in einem Spiel natürlich noch nicht alles zeigen können. Das braucht noch ein bisschen Zeit, er wird sich weiter integrieren und könnte für uns zu einem Schlüsselspieler werden“, sagt Banobre.

Im Aufeinandertreffen mit dem Dritten dürfe man „keine Sekunde lang die Konzentration verlieren, wenn wir eine Siegchance haben wollen. In Bernau zu gewinnen ist ganz, ganz schwierig“, meint der Rist-Coach. Denn:
Der Club kooperiert mit dem Erstligisten Alba Berlin und hilft bei der Ausbildung der Talente. Und gerade zu Hause sind die Brandenburger eine Macht. Lediglich den Itzehoe Eagles ist bislang ein Auswärtserfolg in der Erich-Wünsch-Halle gelungen. Zuverlässigster Punktelieferant ist Power Forward Dexter Werner mit 15,9 Zählern im Schnitt.