Pinneberg
Radsport

Auch der Präsident tritt in die Pedale

Bernd Dankowski als Teilnehmer an den Cyclassics im Vorjahr – offenbar in bester Laune. Seit 2014 ist er Präsident des Hamburger Radsportverbandes

Bernd Dankowski als Teilnehmer an den Cyclassics im Vorjahr – offenbar in bester Laune. Seit 2014 ist er Präsident des Hamburger Radsportverbandes

Foto: Privat / HA

EuroEyes Cyclassics: Der Schenefelder Bernd Dankowski, Vorsitzender des Hamburger Radsportverbandes, fährt erneut mit.

Schenefeld.  Die Entscheidung fiel im Frühjahr 2000. „Ich bin mit einem Kumpel durch den Klövensteen gejoggt. Der Plan war, dass wir irgendwann am Hamburg-Marathon teilnehmen“, sagt Bernd Dankowski (54). „Überall lag Schnee, er fand Joggen auf einmal blöd und fragte dann, ob wir nicht lieber im Sommer Rennrad fahren wollen“, erinnert sich der Schenefelder. Gesagt, getan.

Die anschließende Premiere bei den Cyclassics und eine weitere sportliche Radtour im Herbst mit Freunden auf Mallorca sorgten bei Dankowski für den endgültigen Durchbruch der Radsport-Leidenschaft. Zuvor stand bei ihm viele Jahre noch der Fußball im Vordergrund – als Torhüter war Dankowski unter anderem auch im Kreis beim SC und VfL Pinneberg aktiv.

Die Cyclassics sind für Dankowski ein Pflichttermin

Die seit 1996 einmal jährlich stattfindenden Cyclassics in Hamburg sind für ihn ein Pflichttermin. „Ich weiß gar nicht genau, wie oft ich schon mitgefahren bin. Aber es waren so gut wie alle Cyclassics ab 2000. Schon vor einigen Jahren bin ich in den VIP-Club aufgenommen worden, der für Sportler ab mindestens zehn Teilnahmen gegründet wurde“, sagt Dankowski, der seit Februar 2014 zudem Vorsitzender des Hamburger Radsportverbandes ist.

An diesem Sonntag geht Dankowski nun auf die 120 Kilometer lange Strecke der EuroEyes Cyclassics – seit 2015 Hauptsponsor – die von der Hafencity in Richtung Süden bis hinter Buchholz in Niedersachsen verläuft. Radler können zwischen 60, 120 oder 180 Kilometern wählen. Dabei führt die kürzeste und die längste Strecke von Hamburg gen Westen durch den Kreis Pinneberg (siehe Karte), auch die Profis fahren beim Elite-Rennen durch hiesige Gefilde. „Mehr als 120 Kilometer schaffe ich in meiner derzeitigen Verfassung nicht“, sagt Dankowski fast schon entschuldigend. Das Rennen solle ja nicht zur Qual werden. Eine bestimmte Zeit nimmt er sich nicht vor: „Ich habe keine Ambitionen, ich möchte einfach mit viel Spaß unverletzt das Ziel erreichen.“ Der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer bemüht sich, einmal in der Woche zu trainieren. Dann geht es auf eine Runde durch die Haseldorfer Marsch – auch dann gibt es keine bestimmte Zielvorgabe. „Ich fahre einfach los. Für mich ist es das perfekte Hobby, um einfach mal abzuschalten“, erklärt Dankowski.

Andere Fahrer wie zum Beispiel der Rellinger Benet Metz (14) oder der Wedeler Luca Rohde (15) wollen hingegen vielleicht später mit dem Radsport ihr Geld verdienen. Die Nachwuchs-Athleten – Metz darf als U15-Lizenzfahrer nicht starten, Rohde tritt bei den Young-Classics (U17) an – ließen zuletzt bei der Bahnrad-DM mit Siegen im Mehrkampf (U15 und U17) aufhorchen. „Damit wir die Nachwuchsförderung im Verband weiter in diesem Maße leisten können, haben wir uns etwas einfallen lassen“, so Dankowski. Am Sonnabend vor dem Rennen gibt es am Valentinskamp 89-90 in Hamburg einen Stand des Verbandes, bei dem radsportspezifische Gutscheinhefte verkauft werden. Für 9,90 Euro gibt es insgesamt 22 Vergünstigungen, unter anderem für den Optiker Neuhoff (Rellingen) oder das Fahrradgeschäft Pirate (Halstenbek). Zwar kann das Heft auch später noch erworben werden, aber: Mit dem Kauf gibt es zehn Prozent Ermäßigung für die Cyclassics-Teilnahme. Die Nachakkreditierung ist bis voraussichtlich 15 Uhr möglich – ab 92 Euro aufwärts. Dankowski ist auch Organisator des Citygiro, der im Mai 2017 nach sieben Jahren Pause sein Comeback feierte. „Es sieht gut aus, dass wir auch 2018 beim Rellinger Maifest erneut einen Citygiro veranstalten können“, sagt Dankowski.