Pinneberg
Basketball

Im Achtelfinale ist für den SC Rist Endstation

Foto: Frederik Büll / HA

Nach dem Play-off-Aus in Runde eins der Pro B gegen die Weißenhorn Youngstars beginnt für Wedel die Sommerpause und die Kaderplanung.

Wedel.  "Ich möchte nicht über die Freiwürfe reden, ich möchte auch nicht über die Rebounds oder unsere Abwehr und Offensive reden", sagte Rist-Trainer Felix Banobre nach der 61:83-Niederlage gegen die Weißenhorn Young­stars schmunzelnd. "Weißenhorn war die klar bessere Mannschaft. Eine der besten, gegen die wir in dieser Saison gespielt haben. "

Für die Wedeler Zweitliga-Basketballer (Pro B) beginnt nach der zweiten Niederlage in der ersten Runde der Play-offs nun die Sommerpause. "Heute ist nichts zusammengelaufen. Das ist natürlich bitter. Wir hätten wohl noch zwei, drei Stunden weiterspielen können, ohne zu gewinnen", meinte Spieler Steffen Kiese. Zu dominant waren die Gäste, die bereits im ersten Duell über die kompletten 40 Minuten klar die Oberhand behalten hatten (81:66).

"Sie haben uns in allen Bereichen quasi zerstört und haben jede unserer Schwächen ausgenutzt. Man hat den Unterschied zwischen zwölf Trainingseinheiten in einer Woche und unseren dreien deutlich gesehen", sagte Kapitän Fabian Strauß. Wedel, das auf René Kindzeka (Einblutung am Knie) verzichten musste, holte 34 Rebounds, die bayerischen Schwaben 52; nur 28 Prozent der Wurfversuche des Gastgebers aus dem Feld landeten im Korb – beim Unterbau des Bundesliga-Spitzenreiters Ulm waren es 43 Prozent. Lediglich bei der schwachen Quote der Freiwürfe (Rist: 23/41, 56 Prozent, Weißenhorn: 21/36, 58 Prozent) begegneten sich der Tabellensiebte der Nordstaffel und der Zweite aus dem Süden auf Augenhöhe.

Der Wille war da bei den Wedelern. Doch egal, was sie im Spielverlauf auch versuchten, es klappte wenig bis gar nichts. o:8 hieß es nach knapp zwei Minuten. Nach dem ersten Viertel stand es 12:20. Zur Halbzeit lagen die "Risters" dann schon mit 21 Zählern zurück.
Der SC Rist fand nie wirklich in die Partie und so gönnte Banobre auch seinen jungen Talenten wie Jürgen Rich und Marcel Hoppe ordentlich Einsatzzeit.

Mit einem 40:60 gingen die Wedeler in den finalen Spielabschnitt. Trotz des Ausscheidens beklatschten die etwa 650 Zuschauer in der Steinberghalle ihr Team. "Wir haben unser Saisonziel erreicht. Es hätte ja auch schlimmer kommen können", sagte Strauß. Erst mit einem Derby-Sieg am letzten Hauptrundenspieltag in Itzehoe konnte die Teilnahme an der Abstiegsrunde vermieden werden. In der vergangenen Spielzeit schafften die Wedeler den Klassenerhalt erst in den Play-downs. Auch der Spanier Banobre war insgesamt mit dem Saisonverlauf zufrieden. "Die Teilnahme an den Play-offs haben wir uns absolut verdient. Die Spieler, und alle die darum herum tätig waren, haben unheimlich hart gearbeitet und einen unglaublichen Job abgeliefert. Vielleicht geht es im nächsten Jahr ja noch einen Schritt weiter", sagte er. Am Ende dieser Spielzeit mit 24 Partien sei seinem Team wohl auch die Kraft ausgegangen.

"Die meisten Spieler können nun erst einmal regenerieren", sagte der
46-Jährige. Für die Verantwortlichen ist die Sommerpause gleichzeitig der Beginn einer Weichenstellung für die Saison 2017/18, die im Herbst startet. Banobre etwa wird sich erst Mitte Juni in seinen Heimatort La Coruña verab­-schieden. Bis dahin werden Gespräche von und mit Sportchef Christoph Roquette geführt, wie das künftige Gerüst der Mannschaft aussehen soll.

Einen laufenden Vertrag für die kommende Saison hat lediglich Routinier Steffen Kiese. Bei allen anderen ziehen die Verantwortlichen Bilanz und tauschen sich dabei auch mit Kooperationspartner Hamburg Towers (Pro A) aus. Die Wedeler Doppellizenz-Spieler Lars Kamp, René Kindzeka, Leon Bahner, Moritz Hübner und Marius Behr sind indes weiter gefordert.

Derzeit rangieren die Hamburger zwei Partien vor Ende der Hauptrunde mit 26 Punkten auf dem elften Tabellenplatz und haben nach dem dritten Sieg in Folge bei zwei Punkten Rückstand auf den Tabellenachten Paderborn die Play-off-Teilnahme wieder im Blick.

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