Pinneberg
Halstenbek

Ein 0:3 verhagelt Barthels Premiere

Neuer Trainer der SVHR muss im Match bei BU auf Schlüsselspieler verzichten

Halstenbek. "Vom neuen Trainer erwarten wir keine Wunder", betont Manager Oliver Berndt. Ein Wunder aber wäre es gewesen, hätten die Oberliga-Fußballer der SV Halstenbek-Rellingen beim HSV Barmbek-Uhlenhorst
gepunktet. Beim 0:3 (0:2) auf dem Kunstrasen an der Dieselstraße bekam Feuerwehrmann Heiko Barthel gleich vor Augen geführt, auf welche heikle Aufgabe er sich als Nachfolger von Thomas Bliemeister eingelassen hat.

Verloren hatten die Halstenbeker schon zwei Tage vorher. Beim Abschlusstraining verletzten sich die Mittelfeldspieler Niklas Siebert und Ümit Kalabas derart, dass sie in Barmbek nicht mitwirken konnten. Zudem fehlten Jan Rottstedt, Vincent Ermisch, Adrian Ghadimi und Yakub Telli (alle verletzt), von Stürmer Caner Arda (Kreuzbandriss) ganz zu schweigen.

Heiko Barthel nahm einen Torwartwechsel – Steve Elfert für Mirko Oest – vor, riskierte den Einsatz von Sergio Batista als rechtem Verteidiger und gewährte Stürmer Habib Zagre das Startelf-Debüt. In der zweiten Halbzeit kam sogar A-Juniorenspieler Fernando Roesler zum Einsatz. Alle diese Maßnahmen verantwortete Barthel allein. Der bisherige Co-Trainer Matthias Reincke hatte am Donnerstag aus Solidarität mit Thomas Bliemeister seinen Ausstieg erklärt. Vom Team will er sich noch mit einem Kasten Bier verabschieden. Der für die neue Saison als Barthels Assistent eingeplante Sebastian Loether steht beim HFC Falke als Spieler im Wort und kann zunächst nicht helfen.

Lautstark und emotional, wie man ihn kennt, begleitete Barthel die Aktionen seines Teams an der Seitenlinie. Am Ansporn hat es nicht gefehlt, aber am Format der Protagonisten, Kopfball-Gegentore jeweils nach Freistößen (Ivan Sa Borges Dju/19., Yannik Lux/88.) zu vermeiden. In der 42. Minute hatte Christian Okafor mit einem Rempler einen Foulelfmeter und so das 0:2 verschuldet. Gleich darauf ließ Tim Jeske die beste Möglichkeit ungenutzt, die Partie spannender zu gestalten. BU-Keeper André Tholen hielt den Ball, den der HR-Stürmer nicht sauber getroffen hatte. Youngster Roesler, Sohn des früheren Oberligaspielers Stephan Roesler (SC Victoria, TSV Uetersen, Blau-Weiß 96) mischte munter mit und stellte nach Ansicht von Oliver Berndt eine Belebung dar.

Tore: 1:0 Sa Borges Dju (19.), 2:0 Odabas (43./Foulelfmeter), 3:0 Lux (88.).SV Halstenbek-Rellingen: Elfert – Batista, Schöttke, Krabbes, Sottorf – Richert, Brameier – Okafor (77. Ballester-Martinez), Jeske – Zagre (46. Roesler), Seidi (57. Behrami).

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