Pinneberg
Volleyball

Pinneberger bleiben im Aufstiegsduell weiter bissig

Foto: Frederik Büll

Drittliga-Team ist nach dem 3:1-Heimerfolg gegen den Berliner VV weiter Tabellendritter und hofft auf Patzer des Zweiten SV Warnemünde.

Pinneberg.  „Druck verspüre ich nicht. Wir spielen die beste Saison der Vereinsgeschichte. Durchschnittlich haben wir mehr als zwei Punkte pro Partie geholt“, sagte Daniel Prade (42), Trainer des VfL Pinneberg. Beide Aufstiegskandidaten der 3. Volleyball-Liga haben ihre Partien gewonnen. Der Tabellenzweite SV Warnemünde besiegte den Oststeinbeker SV (3:1) und hat nun 40 Zähler nach 17 Spielen, die Pinneberger lauern nach dem 3:1 (25:11, 25:19, 23:25, 25:21)-Erfolg in der Jahnhalle gegen den Berliner VV mit einem Punkt weniger als Dritter auf Fehler des SVW.

Fünf Partien stehen bis zum Saisonende noch aus. Der zweite Platz würde für den Aufstieg in die 2. Liga reichen, da Spitzenreiter Kieler MTV sein Aufstiegsrecht nicht wahrnimmt. „Auf dem Papier hat Warnemünde das leichtere Restprogramm“, sagt der VfL-Coach.

Die Rostocker spielen noch auswärts bei VCO Hamburg, in Wriezen und beim Schlusslicht Magdeburg. Zu Hause empfängt das Team, das bis Saisonende verletzungsbedingt auf Leistungsträger Efrain Förster verzichten muss, den VfL Pinneberg und Berliner VV. Die Pinneberger treffen vor dem direkten Duell in Warnemünde (1. April) in eigener Halle noch auf Kiel, den ETV, Spandau und am letzten Spieltag auswärts auf den SV Preußen Berlin.

„Natürlich ist Kiel ein schwerer Brocken, aber wir sind ihr psychologischer Angstgegner“, erklärte Prade. 3:1 setzte sich „Pinnack“ im November auswärts durch. Es war die letzte Niederlage des Tabellenführers in der Liga. „In den vergangenen fünf, sechs Duellen haben wir nicht gegen Kiel verloren, obwohl sie volleyballerisch besser sind. Ich glaube, sie haben mehr Angst vor uns als andersherum“, sagte Prade mit einem verschmitzten Lächeln. Am kommenden Sonnabend möchten die Pinneberger den Kielern in der Jahnhalle mit großer Einsatzbereitschaft erneut die Grenzen aufzeigen (18 Uhr, Jahnhalle). Dass die Pinneberger ihre Spielzeit mit viel Biss erfolgreich abschließen wollen, bewiesen sie auch gegen den BVV.

„Es war ein typischer dritter Satz. Ich habe viel gewechselt, und die Konzentration ließ etwas nach“, wollte der Trainer dem verlorenen Abschnitt nicht zu viel Bedeutung beimessen. Der VfL bewies, dass auch Ausfälle beider Diagonalangreifer – Florian Sievers (Virusinfektion), Lars Rückborn (grippaler Infekt) – sowie von Zuspieler Max Voigt (Beckenprellung) mit mannschaftlicher Geschlossenheit aufgefangen werden können. Ohnehin ist Zusammenhalt
ein Hauptgrund für den „grandiosen Saisonverlauf“ des VfL Pinneberg. „Im Gegensatz zu anderen Teams haben wir niemanden, der absolut herausragt, wir sind sehr ausgeglichen besetzt“, sagte der Coach. Außenangreifer Johann Wolf spielte auf der Diagonalposition, Tobias Kranich vertrat Voigt zum zweiten Mal in Folge. „Tobi hat das gut gemacht. Er ist wie ein Moped, das immer zuverlässig läuft“, so Prade. Zum wertvollsten Spieler der Partie wurde Außenspieler Lars Lydorf gewählt, der nun mit neun Punkten ligaweit dem auf Platz zwei liegenden Teamkollegen Sebastian Tanner (elf Zähler) gefährlich nahekommt.