Pinneberg
Basketball

SC Rist Wedeler erobert Play-off-Platz zurück

Aufbauspieler Réne Kindzeka (zwölf Punkte) zieht mit Tempo zum Korb und ist von seinen Gegnern kaum zu stoppen

Aufbauspieler Réne Kindzeka (zwölf Punkte) zieht mit Tempo zum Korb und ist von seinen Gegnern kaum zu stoppen

Foto: Fredeik Büll / HA

Der Zweitligist ist nach 69:63-Sieg über Oldenburg und Rostocker Niederlage wieder Achter in der Pro B. Drei Partien stehen noch aus.

Wedel.  Der Jubel in der mit
430 Zuschauern gefüllten Steinberg­halle war nach dem Ende groß. Erleichtert klatschten sich die Spieler des SC Rist Wedel untereinander ab und genossen den Zuspruch der Fans.
Zuvor hatten die Wedeler Zweitliga-Basketballer am 19. Spieltag der Pro B in einem intensiven Match das Spitzenteam Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB mit 69:63 (18:21, 45:36, 57:53) besiegt und eroberten sich dank der Rostocker Niederlage in Stahnsdorf den Play-off-Rang acht wieder.

Großen Anteil am ersten Sieg der „Risters“ nach drei Pleiten in Serie hatte der wiedergenesene Innenspieler Leon Bahner (21). Der erzielte im letzten Spielabschnitt sieben Punkte und holte zudem je drei wichtige Offensiv- und Defensiv-Rebounds. Im November hatte sich der Doppellizenzspieler von Kooperationspartner Hamburg Towers (Pro A) einen Bänderriss zugezogen.

Alles vergangen: Nun verbuchte er nach seinem Debüt in Rostock (zwölf Punkte, elf Rebounds) mit insgesamt 14 Zählern und zwölf eingesammelten Fehlversuchen erneut ein sogenanntes Double-Double. „Ich fühle mich viel fitter als vor meiner Verletzung“, sagte ein vollends zufriedener Bahner. Mithilfe des Towers-Experten Miszek Damer stellte er seine Ernährung um. Auf seinem Speiseplan stehen nun „viel mehr Gemüse und weniger Kohlenhydrate“. Zudem trinkt Bahner fast ausschließlich Mineralwasser und grünen Tee. „In der Pause konnte er auch an seiner Physis arbeiten und ist nun besser in Form. Er dominiert unter dem Korb und macht einen guten Job“, lobte Rist-Chefcoach Felix Banobre. Und auch Center Aurimas Adomaitis habe im Duell mit Oldenburg einen „unglaublichen Job“ abgeliefert. Er verteidigte größtenteils den gegnerischen Topscorer, Flügelspieler Philip Zwiener, dem nur acht Punkte gelangen.

„Das Team hat stark gekämpft, und die Spieler haben sich aufgeopfert. Ich bin glücklich, dass wir diesen dringend benötigten Sieg geholt haben“, sagte Banobre. Mit drei Punkten Rückstand gingen die Wedeler in den zweiten Spielabschnitt, drehten dort auf (27 Punkte) und lagen zur Halbzeit mit neun Zählern in Führung. Der SC Rist ließ im dritten Viertel sechs weitere folgen und wähnte sich beim zwischenzeitlichen 53:36 bereits endgültig auf der Siegerstraße. Doch die Niedersachsen kamen wieder heran (57:53). Knapp fünf Minuten vor dem Ende glich das Farmteam des Bundesligisten EWE Baskets Oldenburg wieder aus (61:61). „Als es nicht lief, haben wir im richtigen Moment den Hebel doch wieder umlegen können und defensiv nichts mehr zugelassen“, sagte Forward Jens Hirschberg. Drei Spiele stehen bis zum Ende der Hauptrunde noch aus.

Am kommenden Sonnabend geht es beim Schlusslicht Citybasket Recklinghausen weiter. „Wir müssen alle restlichen Partien gewinnen“, sagt Banobre. Dann wäre Wedel sicher in den Play-offs dabei. Höchstwahrscheinlich wird es bis zum Saisonende auf den Zweikampf mit dem punktgleichen Tabellenneunten Rostock Seawolves hinauslaufen, der den Tabellenfünften VfL AstroStars Bochum empfängt.

Rist-Kapitän Fabian Strauß (Grippe) und Will Barnes, der Schmerzen an seinem nach Knorpelschaden im Sommer 2015 operierten Knie verspürt, mussten gegen Oldenburg passen.

Viertel-Ergebnisse: 18:21, 27:15, 12:17, 12:10 SC Rist (Punkte): Leon Bahner (14), Steffen Kiese (13), René Kindzeka (12), Aurimas Adomaitis (8), Moritz Hübner, Lars Kamp (je 7), Jens Hirschberg (5), Thierno Agne (3).