Pinneberg
Basketball

SC Rist Wedel verkauft sich teuer nach Rutschpartie

Foto: Ulrich Stückler

Zweitliga-Basketballer unterliegen beim Pro-B-Tabellenführer SSV Lok Bernau mit 75:89. Witterung gestaltet Bus-Anreise sehr langwierig

Wedel.  Über 340 Kilometer zwischen Wedel und Bernau bei Blitzeis. Schon vor dem sportlichen Duell am Sonnabend wartete eine anspruchsvolle Aufgabe auf die Zweitliga-Basketballer des SC Rist. „Wir haben viel länger gebraucht als sonst, die Fahrt war ziemlich anstrengend. Doch das war dann vergessen, und wir waren voll auf das Spiel konzentriert“, sagte Cheftrainer Felix Banobre.

In der Erich-Wünsch-Halle ließen sich die Gäste vom Tabellenführer SSV Lok Bernau nicht aufs Glatteis führen, mussten allerdings am Ende mit einer 75:89 (25:27, 41:44, 58:70)-Niederlage die Heimreise antreten. „Wir waren die ganze Spieldauer über im Geschäft. Bernau war sehr effektiv, vor allem durch Robert Kulawick. Wir hatten unsere Möglichkeiten, lagen zwar mal mit elf, zwölf Punkten hinten, sind aber immer wieder zurückgekommen“, sagte der Spanier. Besagter Kulawick traf jedoch sechs seiner acht Drei-Punkte-Versuche und avancierte mit insgesamt 25 Zählern zu Bernaus Matchwinner.

Rist-Kapitän Fabian Strauß sorgte mit zwei Dreiern für den perfekten Auftakt, den Bernau mit zwölf Punkten in Serie beantwortete. Die Gastgeber zogen in der Folge bis auf neun Zähler davon, doch zum Ende des Abschnitts hatten die Wedeler den Anschluss wieder hergestellt. „Wir sind gut reingekommen. Der Ball lief bei uns gut, und wir waren mit Bernau eine Halbzeit lang auf Augenhöhe. Unsere Abwehrarbeit und die Kommunikation auf dem Feld waren aber unsere größten Probleme. Den Rückstand konnten wir am Ende leider nicht mehr aufholen, weil Bernau sehr abgezockt war“, sagte Strauß.

Jürgen Rich verkürzte mit der Halbzeitsirene zum 41:44 aus Wedeler Sicht. Neunmal hatten die Gelb-Grünen in den ersten 20 Spielminuten von jenseits der Dreierlinie getroffen. Nach der Pause blieben die „Risters“ mehr als drei Minuten lang ohne eigenen Korberfolg und mussten zehn Zähler hinnehmen. Mit viel Einsatzwillen stemmten sich die Wedeler gegen die drohende Niederlage, doch Bernau hatte meist eine passende Antwort parat.

Zwölf Punkte betrug der Rückstand vor dem letzten Viertel, ein 7:0-Lauf der Gastgeber vom 75:67 auf 82:67 machte drei Minuten vor Schluss alle Wedeler Hoffnung auf den zweiten Auswärtssieg in dieser Saison endgültig zunichte. „Wir hätten vielleicht etwas häufiger zum Korb ziehen sollen und mehr Fouls herausholen können. Aurimas Adomaitis war der Einzige, der das getan hat“, meinte Banobre. Lediglich der Litauer stand an der Freiwurflinie (5/11). Keiner seiner Mitspieler kam zu dieser Chance.

In sieben Auswärtsantritten gab es bisher sechs Niederlagen, zu Hause sieht die Bilanz besser aus. In der Steinberghalle konnte der SC Rist – weiterhin Tabellensiebter mit zwölf Punkten – von sieben Partien fünf Spiele gewinnen.

Der 15. Spieltag am kommenden Sonntag bringt ein wichtiges Match. Zu Gast in der Steinberghalle ist der um zwei Siege schlechter gestellte Zehnte Eintracht Stahnsdorf (17 Uhr).

Viertelergebnisse: 25:27, 16:17, 17:26, 17:19.
SC Rist Wedel (Punkte): Kiese (14), Adomaitis (13), Rich (12), Hirschberg, Strauß (beide 11), Barnes (9), Hübner (3), Cortes (2).