Pinneberg
Halllenfußball

SV Halstenbek-Rellingen trifft auf ihren Pokalgegner

Foto: Wolfgang Helm

Beim eigenen Turnier am 14. Januar kommt es schon vorab zum Duell mit dem Landesligisten Hamm United. Sechs weitere Cups stehen an.

Halstenbek.  Eine Einladung an die Kicker der HSV-Dritten ging diesmal nicht heraus, möglicherweise zum Bedauern der Lebensmittelmärkte im Umkreis der Feldstraße. Gleich palettenweise hatten sich die Fans des aktuellen Tabellenzweiten der Landesliga Hammonia 2015 bei Aldi und bei Edeka mit alkoholischen Getränken eingedeckt. Ein paar blieben an der Quelle hängen. Der Rest ließ beim Sottmann-Cup unter dem Hallendach die Sau raus. Der Spuk war erst vorbei, als Hans Jürgen Stammer mit der Polizei drohte.

Einerseits rieb sich der Präsident der SV Halstenbek-Rellingen ja die Hände. „Wir hatten einen enormen Umsatz am Getränkestand. Andererseits rückte der Sport zu sehr in den Hintergrund. Die Signale aus dem Rathaus waren eindeutig. Stammer: „So ein Theater nicht noch einmal. Dann hätten wir die Halle nie wieder bekommen.“

Das soll aber nicht heißen, dass am 14. Januar auf dem Parkett an der Feldstraße nichts los ist. Ein paar Reibungspunkte sind gegeben. Gäste sind nämlich auch die Landesliga-Fußballer von Hamm United (Hansa-Staffel), über die geflüstert wird, dass sie die Oddset-Pokalpartie am 9. Dezember gegen die Halstenbeker nur zu gern ausfallen ließen. HR-Spieler Nikola Maksimovic brachte es als „Glücksfee“ bei der Gruppen-Auslosung im Clubheim am Jacob- Thode-Platz auf den Punkt. Die Gastgeber werden in der Vorrunde auf Cup-Verteidiger TBS Pinneberg (Bezirksliga-Spitzenreiter), den Niendorfer TSV II (Landesliga Hammonia) und eben auch die Hammer treffen.

Das Kind hat jetzt einen neuen Namen. Nach dem Rückzug von Gerüstbauer Michael Sottmann vom Turnier holte HR-Verteidiger Robert Hermanowicz, zwischendurch kurze Zeit Manager, den Elmshorner Fahrzeughändler Martin Lawrynowicz (Jan-Automobile) als Sponsor mit ins Boot. Hans Jürgen Stammer macht kein Geheimnis daraus, dass der Club die Einnahmen zur Deckung seines Oberliga-Etats benötigt. Dabei erachten es die Halstenbeker als ihre Pflicht, dem Publikum fürs Eintrittsgeld mindestens den Einzug in das Halbfinale zu bieten. Das ewig interessante Duell mit dem VfL Pinneberg könnte dann anstehen, unter der Voraussetzung, dass sich der Nachbarschaftsrivale gegen die Landesligateams von Union Tornesch und von Teutonia 05 sowie den Sieger des Vorturniers zumindest als Gruppenzweiter durchschlägt. Ein Wunsch eint dabei alle Teams: So weit wie 2015 und 2016, als sich HR-Akteure Kreuzbandrisse einhandelten, soll es bitte nicht noch einmal kommen.

„Das war es nicht wert“, hatte der frühere HR-Manager HR-Manager Detlef Kebbe schon nach der Hamburger Hallenmeisterschaft 2015 geflucht. Nikola Maksimovic erlitt einen Wadenbeinbruch, von dem er sich in 23 Monaten noch immer nicht erholte. „Ich gebe aber nicht auf, sondern arbeite auf ein Comeback ungefähr im April 2017 hin“, verriet der Defensivstratege am Rande der Auslosung.

Cups in Tornesch, Uetersen und Elmshorn fallen aus

Dass der Halstenbeker Budenzauber mit dem 42. Hallenturnier des Wedeler TSV kollidiert, spielt nach Stammers Ansicht keine große Rolle. „Wir haben ein ganz anderes Einzugsgebiet als die Wedeler.“ Ursprünglich stand die Steinberghalle immer am 26. Dezember im Zeichen von Grün und Weiß. Doch wegen des Weihnachtsevents der Basketballer des SC Rist am 23. Dezember sei der Termin nicht mehr zu halten gewesen.

„Wir hätten die Aufbauten erst an Heiligabend erledigen können. Dagegen haben sich immer mehr Ehrenamtliche gesträubt.“ Das ist die eine Hürde, vor der sich WTSV-Ligaobmann Walter Zessin gestellt sah. Die andere Schwierigkeit bestand darin, die Kicker überhaupt noch für Fußball zwischen Weihnachten und Neujahr zu begeistern.

Landesliga-Aufsteiger Union Tornesch kann ein Lied davon singen. Der Edeka-Hollender-Cup liegt zum zweiten Mal nach 2015 brach. Ebenso stellt der T SV Uetersen nach dem Verlust eines Großteils seiner Akteure in Richtung Rasensport kein Winter-Turnier auf die Beine. Der Niendorfer TSV und sein Großaufgebot an Hallenteams immer am Ende des Jahres am Sachsenweg? Gestorben, ebenso wie die Hamburger Hallenmeisterschaft. Für Walter Zessin bricht keine Welt zusammen. „Am 12. Januar stehen unsere Akteure schon wieder auf dem Acker. Ein paar Tage totale Pause werden nicht schaden. “ Für Gregor Adler aber kann es gar nicht früh genug losgehen. Der Mittelfeldflitzer (19/früher Blau-Weiß 96) fristete beim SC Victoria ein Reservistendasein. Am Mittwoch verpflichteten ihn die Wedeler.

In Elmshorn bleiben die Lichter am 26. Dezember aus. Das traditionelle Weihnachtsturnier wurde bislang abwechselnd von der SV Lieth und dem FC Elmshorn ausgerichtet. FCE-Obmann Uwe Wölm gab eine Stellungnahme ab. „Lieth war mit der Organisation an der Reihe, hat es aber nicht hinbekommen. Das wird dem FC Elmshorn 2017 nicht passieren.“


Hallenturniere im Januar 2017
:5. - 7. Januar: 7. Bert-Meyer-Cup des VfL Pinneberg (THS-Halle).
6. Januar: 6. Reiner-Schultz-Cup der Quickborner Golden Oldies (Lilli-Henoch-Halle).6. und 7. Januar: Reserve- und Ligaturnier des Moorreger SV (An´n Himmelsbarg).7. und 8. Januar: 8. Collatz+Schwartz-Cup des TuS Holstein Quickborn (Lilli-Henoch-Halle).13. und 14. Januar: Jan-Automobile-Cup der SV Halstenbek-Rellingen (Feldstraße).14. Januar: 42. Hallencup des Wedeler TSV (Bergstraße).14. und 15. Januar: DWA-Cup von Sportfreunde Pinneberg (THS-Halle).