Pinneberg
Ellerbek

28:21 – TSV Ellerbek startet mit Heimsieg

Am ersten Spieltag der Hamburg-Liga überzeugen nur zwei der sechs Handball-Teams aus dem Kreis Pinneberg

Ellerbek. Die neue Handball-Punktrunde in der Hamburg-Liga der Männer hat mit einer Konstellation begonnen, die es im weiteren Saisonverlauf an fast jeden zweiten Spieltag geben wird – mit einem Derby. Doch der erste Direktvergleich zwischen zwei von sechs Teams aus dem Kreis Pinneberg in der höchsten Landesspielklasse hatte Signalwirkung. Schließlich war es Oberliga-Absteiger TSV Ellerbek, der den Tabellenachten der Vorsaison, den Barmstedter MTV, in der Rudolf-Harbig-Halle zum ersten Pflichtspiel empfing.

„Nach der langen Vorbereitung seit Juni wussten wir dennoch bis zu dieser Partie nicht, wo wir stehen“, sagte
TSV-Trainer Lars Rindlisbacher nach dem 28:21 (16:10)-Heimerfolg. „Man darf nicht vergessen, dass wir – besonders im Rückraum – mit vielen sehr jungen Leuten in die Saison starten.“

Das erste Pflichtspiel zeigt temporeiche Ellerbeker

Diese Sorgen erwiesen sich beim ungefährdeten Start-Ziel-Sieg seiner Männer als unbegründet. Nach der 5:0-Blitzführung, zu der Jonas Mecke drei seiner acht Treffer beisteuerte, ließ Ellerbek die Gäste nie dichter als auf drei Tore herankommen und waren nach 45 Minuten sogar auf elf Tore (26:15) enteilt. „Wenn wir Tempo gemacht haben, lag unsere Erfolgsquote bei 70 bis 80 Prozent, damit bin ich zufrieden“, sagte der TSV-Coach. „An der Abwehr müssen wir indes noch arbeiten.“

Ein Fazit, das bei Barmstedts Trainer Andreas Butzmann anders aussah. „Bedenkt man, dass wir in der letzten Saison sehr viele Partien mit über
30 Gegentoren bestritten haben, sind nur 28 Buden gegen einen Oberliga-Absteiger ein gutes Ergebnis“, sagt Butzmann. „Wir müssen aber im Angriff das Fehlen der Kreativspieler aus dem Vorjahr kompensieren. Da zwei Häuptlinge weggefallen sind, muss sich die Mannschaft erstmal wieder neu finden.

HTS/Blau-Weiß 96 hat nur eine Halbzeit lang Probleme

Bei Aufsteiger SG Halstenbeker TS/Blau-Weiß 96 entspannte sich die Miene von Trainer Frank Unterspann erst in der zweiten Halbzeit. Zu Gast beim Dritten der Vorsaison, dem SC Alstertal-Langenhorn, standen die unter anderem durch die ehemaligen Zweitligisten Florian Bitterlich und Matthias Karbowski (SV Henstedt-Ulzburg) verstärkten Halstenbeker anfangs unter Druck. Doch nach 60 Minuten prangte ein deutlicher 37:31 (16:18)-Sieg der Gäste an der Anzeigetafel. „Scala hat in der ersten Hälfte stark gespielt, wir hatten uns in der Abwehr nicht gefunden“, sagte Unterspann. „Aber nach der Pause haben wir besser verteidigt, dadurch leichte Tore erzielt und haben auch gegen die Manndeckung gegen Florian und Matthias ein Mittel gefunden.“

Die Männer vom TuS Esin­gen II hatten sich bei ihrer 22:26 (13:13)-Auswärtsniederlage gegen den TuS Aumühle-Wohltorf lange auf einem guten Weg befunden. Trotz verletzungsbedingten Fehlens von fünf Leistungsträgern hatte das Team von Coach Dennis Lißner, der von Dennis Nickel vertreten wurde, die Partie bis zur 51. Minute offen gehalten. Lißner: „Sieben vergebene Siebenmeter und fehlende Wechseloptionen haben uns auf die Verliererstraße gebracht.“

Bei der 28:33 (16:14)-Auswärtspleite der HSG Pinnau gegen die SG Bergedorf/VM beschränkte Coach Sascha Burmeister die Ursachenforschung auf einen Satz: „Wir hatten zwar nicht die schlechteren Spieler, aber Aumühle hat als Team besser funktioniert.“ Die Manndeckung gegen die HSG-Brüder Jannik und Julian Biehl tat ihr Übriges.

Aufsteiger Elmshorner HT bezog in eigener Halle gegen die SG Hamburg-Nord II eine deutliche 28:40 (9:21)-Klatsche. „Wir haben in der ersten Halbzeit viel Lehrgeld bezahlt“, sagte Trainer Marc Neumann. „Unsere technischen Fehler und schwachen Torwürfe hat Hamburg-Nord gnadenlos ausgenutzt. In der zweiten Halbzeit haben wir immerhin den Angriff verbessert.“