Pinneberg
Ellerbek

Ellerbeker Oberligafrauen geht früh die Puste aus

Ellerbek. Bereits im Vorfeld der Partie waren die Rollen klar verteilt. Die Oberliga-Handballerinnen des TSV Ellerbek galten als Außenseiter im Heimspiel zum Saisonauftakt gegen den TSV Wattenbek, der in der vorherigen Spielzeit den dritten Tabellenplatz einnehmen konnte. Dass es dann aber in der Rudolf-Harbig-Halle derart einseitig zugehen würde, war nicht unbedingt zu erwarten. Das gastgebende Team von Trainer Thomas Jüde unterlag dem Favoriten deutlich 28:39 (13:20).

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (4:4) gerieten die Ellerbekerinnen mit vier Toren in Rückstand (6:10).
Die Spielerinnen leisteten sich zahlreiche technische Fehler und schafften es nicht, in der Defensive die nötige Kompaktheit und Aggressivität an den Tag
zu legen. Auch im Angriff fehlte es dem TSV an Durchsetzungsvermögen. Bis zur Halbzeitpause wuchs der Rückstand bis auf sieben Treffer an. „Wir haben einfach keine Geschlossenheit gezeigt und konnten das Tempospiel der Wattenbekerinnen nicht unterbinden“, sagte Jüde. Nach Ballverlusten des TSV kam der Gegner durch zahlreiche Tempogegenstöße zu einfachen Treffern.

Die junge Ellerbeker Mannschaft schaffte es nicht mehr, auch nur ansatzweise zurück in die Partie zu finden. Das Fehlen von Julia Steinberg (Weltreise bis zum Januar) und Maren Sicks (Schwangerschaft) machte sich bemerkbar. „Es fehlten die erfahrenen Spielerinnen, die ihre Mitspieler in solchen Situationen auch mal an die Hand nehmen“, sagte der Coach. Am Sonnabend hat das Team beim AMTV Hamburg gleich die nächste schwere Aufgabe zu bewältigen (18 Uhr). Jüde: „Wir werden im Training hart arbeiten, um mehr Stabilität in unser Spiel reinzubekommen.“

Spielverlauf: 4:3 (5.), 5:9 (12.), 9:12 (18.), 10:13 (20.), 11:17 (24.), 13:20 – 14:24, (35.) 16:28 (41.),17:30 (46.), 22:35 (53.) 28:39.Tore des TSV Ellerbek: Alina Wandschneider (6/ 2 Siebenmeter), Sabrina Wrage, Melina Dahms (je 5), Katja Brandt, Rebecca Holst (je 3), Christina Hinrichs, Maria Ruge (je 2), Ann-Kathrin Skubich, Nele Radzuweit (je 1).