Pinneberg
Bokel/Brokstedt

MSC Brokstedt bangt um die Finalteilnahme

Speedway-Team unterliegt im vorletzten Bundesliga-Rennen Landshut Devils deutlich 28:58

Bokel/Brokstedt. Matthias Kröger, Speedway-Fahrer des MSC Brokstedt, mahnte im Vorfeld des Bundesliga-Duells gegen die AC Landshut Devils: „Sie sind sehr gut besetzt. Wir müssen unser Bestes geben, um den Final-Einzug perfekt zu machen.“ Doch dann lief für die Brokstedter nichts zusammen. Der Bokeler Kröger und seine Teamgefährten Przemyslaw Pawlicki, Mikkel Bech, Kai Huckenbeck, Kapitän Tobias Kroner und Lukas Fienhage kassierten eine deutliche Pleite. Der MSC verlor vor knapp 3000 Zuschauern mit 28:58.

„Es war ein gebrauchter Tag. Ich finde auch keine Erklärung für diese schwache Leistung“, sagte Pressesprecher Michael Schubert. Dem Bahnsprecher aus Moorrege war die Enttäuschung deutlich anzumerken. Von Beginn an waren es die Gäste aus Bayern, die auf fremder Schotterpiste den Ton angaben. Der erste Lauf ging 1:5 verloren – dieses Ergebnis sollte sich zum Leidwesen der eigenen Fans noch häufiger wiederholen. Nach drei Läufen kämpften sich die Gastgeber zwar wieder auf 9:9 heran. Der Zwischenspurt entpuppte sich jedoch nur als kleines Strohfeuer. Siebenmal in Folge mussten sich Kröger und Co. in den Läufen mit je zwei Fahrern pro Team 1:5 geschlagen geben.

Großteil des MSC-Teams bot eine enttäuschende Leistung

Neun Punkte fuhr Kai Huckenbeck für den Meister von 2014 ein. Kroner zeichnete für fünf Zähler verantwortlich. Die Spitzenfahrer Pawlicki und Bech kamen jeweils lediglich auf vier Punkte, Fienhage ebenfalls. Kröger (47), der vor seinem anstehenden Karriere-Ende (das Abendblatt berichtete) gern noch das Finale um die deutsche Meisterschaft bestreiten würde, steuerte nur zwei Punkte bei. „Die Leistungen von Huckenbeck und Nachwuchsfahrer Fienhage waren okay. Aber die restlichen Fahrer können viel mehr“, so Schubert.

Mit einem Sieg wären die Brokstedter im Kampf um den Meistertitel, den die beiden Erstplatzierten in zwei Rennen unter sich ausmachen, sicher vertreten gewesen. Nun stehen sie unter Druck. „So ein Ergebnis in der Bundesliga kommt nicht oft vor. Es wird nicht einfach, aber wir werden alles daransetzen, in Stralsund zu gewinnen“, so Schubert. Das letzte Saisonrennen steht am 30. Juli in Mecklenburg-Vorpommern an. Der MSC ist in der Liga mit fünf Clubs hinter Landshut noch Tabellenzweiter. Der punktgleiche MC Nordstern Stralsund (4) hat als Dritter acht Laufpunkte weniger als die Schleswig-Holsteiner (139). Brokstedt muss bei den heimstarken Stralsundern gewinnen, um die Chance auf den dritten deutschen Meistertitel zu wahren.