Pinneberg
Wedel

Basketball-Teams wollen noch enger zusammenarbeiten

Vier Rist-Spieler traten auch für die Hamburg Towers an. Talente haben Schritt nach vorn gemacht

Wedel. Sie waren doppelt und teils dreifach gefordert – und genau so sollte es auch sein. Helge Baues, René Kindzeka und Janis Stielow trugen in der vergangenen Saison das Trikot des SC Rist in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B und jenes der Hamburg Towers eine Liga höher in der Pro A. Für Lennard Larysz sowie Louis Olinde kamen noch Einsätze für die Piraten in der Nachwuchsbundesliga hinzu.

„Sie haben das sehr gut angenommen“, sagt Christoph Roquette, sportliche Leiter der Wedeler. „Wir sind auf einem guten Weg, müssen aber daran arbeiten, die Zusammenarbeit mit den Towers noch besser zu verzahnen“, fügte er hinzu. Baues war mit zwölf Punkten und sieben Rebounds pro Partie eine feste Größe des SC Rist und erarbeitete sich immer mehr Spielanteile bei den Hamburgern. Zum Abschluss der Pro-A-Punktrunde und in den fünf Play-off-Partien kam der 21-Jährige stets auf zweistellige Einsatzminuten. „Helge hat gute Leistungen in der Pro B gezeigt und sich dadurch Selbstvertrauen geholt“, sagt Roquette.

Nachwuchskräfte werden behutsam an zwei Profi-Ligen herangeführt

Auch der Langzeitverletzte Janis Stielow erhielt nach seiner Rückkehr unverzüglich viel Spielzeit beim SC Rist: Knapp 24 Minuten stand der 21-Jährige für die Wedeler auf dem Feld, war sofort Leistungsträger und verbuchte im Schnitt 10,4 Punkte sowie 3,1 Rebounds. Bei den Towers wuchs seine durchschnittliche Einsatzzeit im Vergleich zur Vorsaison von 7:42 auf 11:26 Minuten. „Das ist genau der richtige Weg und macht uns als Standort für junge deutsche Spieler attraktiv“, so Roquette. „Dass junge Akteure herangeführt werden und sich entwickeln, ist der Sinn dieser Kooperation.“

René Kindzeka, 20, kam verletzungsbedingt erst im Januar zu seinem ersten Rist-Einsatz 2015/16, ehe er dann wieder bis zu den Play-downs aussetzen musste. In sechs Partien steuerte Kindzeka 27 Punkte zum Klassenerhalt bei. Die beiden Jüngsten im Kader, Lennard Larysz und Louis Olinde, kamen in ihrer Entwicklung ein gutes Stück voran. Larysz verdoppelte seine Einsatzzeit in der Pro B nahezu und ließ sein Können aufblitzen. Erste Berufungen in den Towers-Kader waren die Belohnung. Olinde avancierte in Wedel zum Leistungsträger. „Louis hat sehr gute Spiele für uns gemacht.“ so Roquette. Bei den Towers setzte der 18-Jährige auch ein Ausrufezeichen, als er gegen Leverkusen in sechseinhalb Minuten vier Punkte, zwei Assists und zwei Ballgewinne verbuchte.