Pinneberg
Wedel

Rist-Basketballer bei zahnlosen Löwen zu Gast

In der Pro-B-Abstiegsrunde wollen die Wedeler Herten zehnte Niederlage in Folge zufügen

Wedel. Die gelb-grünen Zweitliga-Basketballer des SC Rist sind am heutigen Gründonnerstag gefordert. Das Team von Cheftrainer Michael Claxton gastiert am zweiten Spieltag der Play-downs bei den Hertener Löwen (20 Uhr). Diese haben neun Spiele in Folge verloren. Der SC Rist hatte in dieser Saison zwischen Oktober und Dezember 2015 ebenfalls mit solch einer Niederlagenserie zu kämpfen. Die Wedeler unterlagen in der Hauptrunde achtmal in Serie. „Wir kennen die Situation, in der sich Herten gerade befindet. Wir wissen, wie es ist, mit dem Rücken zur Wand zu stehen”, sagt der US-Amerikaner Claxton. In der Hinrunde mussten sich die Wedeler den Löwen 82:88 geschlagen geben. Im Auswärtsspiel Ende Januar besiegter der SC Rist Herten deutlich 95:68. Nun gibt es die dritte Begegnung beider Mannschaften in dieser Saison.

Die Hertener Löwen sind offensiv weitaus stärker als in der Abwehr

Coach Claxton warnt vor der Offensive der Nordrhein-Westfalen: „Sie sind sehr explosiv und haben einige Spieler, die heißlaufen können. Wir müssen verhindern, dass sie ihren Rhythmus finden.“ Der Hertener DeAndre Lansdowne ist mit 22,7 Punkten im Schnitt pro Partie Topscorer der Nordstaffel. Auch die Offensivwerte von Flügelspieler Eric Curth (14,9), dem ehemaligen Wedeler Aufbauspieler Jeffrey Martin (13,3) und die der Innenspieler Brandon Griffin (11,4) und Felix Neumann (10,2) können sich sehen lassen. Meist beginnt das Team von Trainer Cedric Hüsker, der zuvor Assistent des Ende Februar entlassenen Majdi Shaladi war, auch mit dieser Aufstellung ein Spiel.

„Unsere Defensive muss gut organisiert sein, um die Hertener am Punkten zu hindern. Das ist der wichtigste Teil“, so Claxton. In der Verteidigung haben die Löwen ihrerseits große Probleme. Mit 1980 Gegenkörben in 23 Spielen kassierte das Team die meisten der Liga. Während Herten in einer sportlichen Krise steckt, läuft es bei den Wedelern besser. Der Tabellenerste der Play-downs (16 Punkte) gewann vier der letzten zehn Partien in Haupt- und Abstiegsrunde. Zuletzt waren es drei Siege in vier Duellen. Der Zweite Eintracht Stahnsdorf (14) kommt auf drei Siege aus zehn Partien, Herten (14) und Schlusslicht Schwelm (12) gewannen jeweils nur eines in dieser Zeitspanne. Kürzlich beendete Schwelm seine Durststrecke gegen die Hertener Löwen. Ein weiterer Sieg für die Wedeler wäre bei dann noch vier auszutragenden Begegnungen ein enorm wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Der Wedeler U-18-NationalspielerLouis Olinde reist aus Mannheim an

Auf Seiten des SC Rist fehlen die Nachwuchskräfte Jack Fritsche und Alexander Pimentel im Kader. Lennard Larysz fällt wegen einer Verletzung am Daumen aus. Nach überstandenen Knieproblemen reist Louis Olinde mit dem Zug von Mannheim nach Herten. Der U-18-Nationalspieler verlässt eigens für die Partie das deutsche Team vor dem Albert-Schweitzer-Turnier, das am Ostersonnabend, 28. März, beginnt. In Mannheim trifft der 18-Jährige auf die weiteren Teilnehmer USA, Argentinien, Ägypten, China, Japan, Australien, Frankreich, Serbien, Italien, Türkei und Griechenland.