Pinneberg
Pro B Play-downs

Rister Basketballer kämpfen um den Klassenerhalt

Helge Baues versenkt den Ball mit einem Dunking. Mit durchschnittlich 12,5 Punkten pro Partie ist er nach Isaac Gordon (13,3) zweitbester Werfer des SC Rist

Helge Baues versenkt den Ball mit einem Dunking. Mit durchschnittlich 12,5 Punkten pro Partie ist er nach Isaac Gordon (13,3) zweitbester Werfer des SC Rist

Foto: Meincke Kalle

Zwei von vier Teams müssen in die Regionalliga. Am ersten Spieltag der Abstiegsrunde hat der SC Rist Eintracht Stahnsdorf zu Gast.

Wedel.  Bevor es in die heiße Phase der Basketball-Saison geht, gönnte sich Rist-Trainer Michael Claxton mit seiner Frau Arlin und Tochter Malina noch eine Auszeit. In der Hansestadt Wismar ließ sich der Amerikaner am vergangenen Wochenende die Ostseeluft um die Nase wehen. Am heutigen Sonnabend feiert dann noch die Gattin ihren Geburtstag.

Und doch wandern die Gedanken ständig in Richtung Sonntag, 20. März, wenn der SC Rist in der Abstiegsrunde der 2. Liga Pro B um 17 Uhr in der Steinberghalle den RSV Eintracht Stahnsdorf empfängt. „Natürlich bin ich schon im Play-off-Modus“, sagt der Coach. Auch wenn es für den Vorjahresfinalisten diesmal nur zum zehnten Tabellenplatz und damit für die Teilnahme des SC Rist an den Play-downs gereicht hat.

Vier Teams kämpfen um den Verbleib in der Pro B. Die Mannschaften, die nach jeweils sechs Duellen untereinander auf den Rängen neun und zehn landen, bleiben Zweitligisten. Die bis dato eingesammelten Punkte bleiben bestehen. Sollte in der Endabrechnung Punktgleichheit herrschen, muss der direkte Vergleich aller vier Begegnungen entscheiden. Seit Montag liegt der Fokus im Training der Wedeler komplett auf dem Auftaktmatch gegen Stahnsdorf. „Beide Teams kennen sich sehr gut. Kleinigkeiten werden den Ausschlag geben“, sagt Claxton. Bereits am 28. Februar kam es in der Hauptrunde zum Vergleich mit den Brandenburgern. Die Wedeler siegten 85:77. Das Hinspiel verlor der SC Rist 53:61.

Der RSV ist mit ebenfalls 14 Zählern Tabellenneunter. In den jüngsten drei Partien erlebten die Basketballer des SC Rist (Zehnter) einen gewissen Aufwärtstrend mit zwei Siegen und einer Niederlage. „Das Team hat sich in den letzten Monaten gesteigert. Wenn es uns gelingt, die nächsten Wochen konzentriert und fokussiert zu bleiben, bin ich zuversichtlich, dass wir die Klasse halten“, so Claxton.

Gerade die Innenspieler Helge Baues und Aurimas Adomaitis kommen besser in Fahrt. „Sie ergänzen sich auf dem Feld gut und haben mehr Struktur ins Angriffsspiel gebracht“, sagt der Trainer. Aber nicht nur die beiden Leistungsträger sind nun gefordert.

Sowohl die Brandenburger als auch die Wedeler weisen Ähnlichkeiten im Spielstil auf: Die Defensive funktioniert besser als der Angriff. Stahnsdorf hat in der regulären Saison 1449 Punkte erzielt. Dies ist ligaweit der schwächste Wert in der Offensive. Es folgt der SC Rist mit 1496 geworfenen Körben. Topscorer des Gegners ist Innenspieler Kenneth Cooper, der durchschnittlich 14,9 Zähler pro Partie erzielt. Auch Jackson Capel (12,6) und Joey Ney (12,4) zählen zu den Schlüsselspielern des RSV. „Jeffrey Harper ist ebenfalls ein wichtiger Akteur. Und auch Erik Müller, der nur im Hinspiel dabei war, spielt eine größere Rolle“, warnt Coach Claxton.

Auf Seiten der Wedeler könnte sich das Verletztenlazarett noch lichten. René Kindzeka (Faserriss im Knie) trainierte am Donnerstag erstmalig wieder beim Kooperationspartner Hamburg Towers mit (Pro A). Auch die Knieprobleme von Louis Olinde klingen alllmählich ab. Der für das an Ostern stattfindende Albert-Schweitzer-Turnier der U-18-Nationalmannschaften nominierte Spieler trainiert bisher individuell und wird wohl in der kommenden Woche für die Begegnung in Herten einsatzbereit sein.

Während die ersten Acht der Pro-B-Nordstaffel nun relativ entspannt in die Play-offs (Aufstiegsrunde) gehen können, steigt bei den Kellerkindern die Anspannung. „Wir freuen uns auf diese Drucksituation und diese ganz besondere Atmosphäre. Wir müssen unseren Fokus schärfen“, sagt Claxton.