Pinneberg
Floorball

Tempo und Spielwitz– nur so geht’s

Gebannt schauen sie alle auf den Ball: Szene aus dem Spiel von Blau-Weiß 96 gegen DJK Holzbüttgen, das die Schenefelder mit 7:5 gewannen. Links Spielertrainer Benedict Fiedrich (insgesamt 16 Saisontreffer)

Gebannt schauen sie alle auf den Ball: Szene aus dem Spiel von Blau-Weiß 96 gegen DJK Holzbüttgen, das die Schenefelder mit 7:5 gewannen. Links Spielertrainer Benedict Fiedrich (insgesamt 16 Saisontreffer)

Foto: Blau-Weiß 96

Die Herren-Mannschaft von Blau-Weiß 96 ist in der 2. Bundesliga Zweiter. In der Rückrunde kämpft sie um den Einzug in die Play-offs zu Liga eins.

Schenefeld.  Torhüter Bennet Druminski kniet in seiner gepolsterten Sportkleidung und mit einem Helm auf dem Kopf am Boden vor dem Tor. Angreifer Marius Schwartz läuft auf ihn zu und zieht ab. Mit einer schnellen Bewegung kann der Torwart den Ball abwehren. Beobachtet werden die beiden Spieler bei der Spielvorbereitung von Trainer Benedikt Fiedrich.

Nach einem 7:5-Sieg im letzten Hinrundenspiel in der 2. Floorball-Bundesliga Nord/West (2. FBL) gegen den DJK Holzbüttgen belegen die Herren von Blau-Weiß 96 hinter Spitzenreiter TV Eiche Horn Bremen derzeit den zweiten Tabellenplatz. „Die Hinrunde war ganz gut, besser als wir gedacht haben“, sagt Flügelspieler Jan-Ole Villwock. Das Team habe die ersten beiden Spiele gewonnen und sich somit eine ideale Ausgangslage für die weitere Saison geschaffen. In der dritten Partie gegen den aktuellen Tabellenführer Bremen gab es für die Schenefelder dann die erste und bisher einzige Niederlage. Seitdem konnten die Spieler alle weiteren Begegnungen für sich entscheiden.

„Das ist das beste Abschneiden seitdem wir in der 2. FBL spielen“, so Spielertrainer Benedikt Fiedrich. „Ich bin positiv überrascht. In der vergangenen Saison konnten wir die engen Spiele noch nicht gewinnen. Das ist jetzt anders.“ Als Grund hierfür nennt er die aus den Vorjahren gewonnenen Erfahrungen. Ziel in dieser Saison sei es, auf jeden Fall unter die ersten drei Teams zu kommen.

Benedikt Fiedrich ist bester Torschütze der Schenefelder Mannschaft

Zum Erfolg der Mannschaft in der Hinrunde trug Fiedrich einen großen Teil bei. Mit 16 Toren und neun Vorlagen belegt er hinter Florian Weißkirchen (Dragons Bonn) den zweiten Platz in der Scorerliste der Liga. Der 21-Jährige spielt seit acht Jahren Floorball und ist fast so lange auch als Coach für Jugendmannschaften aktiv. Ende letzter Saison übernahm er als Spielertrainer die Herren. Zusätzlich betreut er die U-15- und U-17-Mannschaften des Vereins.

Der 16 Jahre alte Marius Schwartz ist hinter seinem Trainer zweitbester Scorer des Teams. Seit eineinhalb Jahren spielt er in Schenefeld Floorball. „Für mich war es ein Traum nach einem halben Jahr im Verein gleich in der 2. Bundesliga anzutreten“, so Schwartz, der genau wie sein Coach die Position des Centers spielt. „Die Stimmung in der Mannschaft ist gut, die Motivation ist immer da“, ergänzt er. Für die Rückrunde habe er sich vorgenommen, weiter Tore zu schießen und Vorlagen zu geben. Aktuell kann der Youngster sieben Treffer und fünf Vorlagen auf seinem Konto verbuchen.

Floorball ist laut Benedikt Fiedrich „der schnellste Hallensport der Welt“. Oft wird die Sportart mit Feldhockey verglichen. „Das ist aber gar nicht so.“ Man könne das Spiel eher mit Eishockey in Verbindung bringen. Lediglich der Körperkontakt sei nicht da.

Die Bundesliga-Begegnungen in Deutschland finden auf dem Großfeld statt, das 40 Meter lang und 20 Meter breit ist. Jugendmannschaften spielen häufig auf dem 24 Meter langen und 14 Meter breiten Kleinfeld. Umrandet ist die Spielfläche von einer 50 Zentimeter hohen Bande. Während der 60 Minuten Spielzeit stehen ein Torwart und fünf Feldspieler auf dem Platz. Davon sind zwei Verteidiger und drei Angreifer (ein Center und zwei Flügelspieler). „Der Center übernimmt die zentrale Rolle im Spielaufbau und in der Verteidigung“, so Jan-Ole Villwock. Im Vergleich zu anderen Positionen habe man den Ball als Centerspieler relativ häufig zu führen. Als Flügelspieler versuche er hingegen, Spiel und Tempo breiter zu gestalten.

Der erste Schritt Richtung Play-offs ist ein Erfolg gegen Hannover 96

In der Rückrunde hofft die Crew weiter oben mitspielen zu können. „Wir wollen in die Play-offs kommen“, so Fiedrich. Diese werden zwischen den ersten beiden Mannschaften der 2. FBL Nord/West und den ersten beiden der 2. FBL Süd/Ost ausgetragen. Der Sieger steigt direkt in die 1. FBL auf. Der Zweitplatzierte kämpft in zwei Relegationspartien gegen den Vorletzten der Play-downs um den letzten freien Platz in der 1. FBL. Der erste Schritt Richtung Play-offs kann am Sonntag, 24. Januar (18 Uhr), gegen den Vorletzten Hannover 96 in der Sporthalle Achter de Weiden gemacht werden.