Pinneberg
Fußball

Erstrunden-K.o. – das darf diesmal nicht passieren

VfL II-Torjubel mit Kai Wagner (jetzt SCP, von links), Jerome Hagedorn und Christian Koster (SCP, rechts). Wagner und Koster treffen also auf ihre ehemaligen Teamkollegen vom VfL

VfL II-Torjubel mit Kai Wagner (jetzt SCP, von links), Jerome Hagedorn und Christian Koster (SCP, rechts). Wagner und Koster treffen also auf ihre ehemaligen Teamkollegen vom VfL

Foto: Meincke

Im Oddset-Pokalspiel beim Stadtrivalen SCP sollte der VfL Pinneberg Favorit sein. Die letzten Positiverlebnisse liegen aber lange zurück.

Pinneberg.  Bei der Präsentation des WM-Pokals am Donnerstag in Pinneberg hatte VfL-Trainer Michael liebevoll die Vitrine mit dem Goldstück umfasst und so gewisse Begehrlichkeiten zum Ausdruck gebracht. „Versuchs doch erstmal mit dem Oddset-Pokal“, rief einer. Nicht nur gucken, sondern auch mal anfassen. Nichts wäre den Pinneberger Oberliga-Fußballern lieber als das, nachdem sie mit Ausnahme von 2001 (Finalteilnahme) in schöner Regelmäßigkeit frühzeitig scheiterten.

In der ersten Runde des aktuellen Wettbewerbs sind sie Gast des Nachbarn SC Pinneberg, Bezirksliga-Aufsteiger. Ein Wiedersehen mit sieben Ex-Clubgefährten steht bevor. Keeper David Poerschke, Dennis Koopmann, Björn Schiller, Christian Koster, Kai Wagner, Michael Schulze und Sebastian Stapel trugen allesamt mal das rot-blaue Trikot, überwiegend bei der zweiten Mannschaft. Schiller, Koopmann und Wagner haben dem VfL aktuell den Rücken gekehrt.

„Man kann sich die Freude bei uns über das Los ausmalen“, sagt SCP-Team-Manager Arno Braeger. Trainer Stephan Roesler lässt sich noch nicht in die Karten blicken, wen er aufstellt. Wackelkandidaten sind Schiller nach drei Wochen Urlaub in Kalifornien und Koster, der erst am Donnerstagabend aus Portugal zurückkehrte. Der VfL hatte nach schwachen Resultaten in der Vorbereitung beim Hetlinger MTV (Kreisliga/9:1) erstmals wieder ernsthaftes Interesse am Toreschießen signalisiert. Ein Scheitern ist für Michael Fischer undenkbar. „Wir sind der klare Favorit. Es darf nichts schiefgehen.“ Doch das sagte er auch, bevor sich sein Team am 31. Juli 2012 im Pokal beim SC Egenbüttel blamierte (2:3). Drei Tage später gewann die VfL-Zweite das Punktspiel am Moorweg mit Poerschke, Koster, Koopmann und Wagner 4:0.

Bei den Landesliga-Teams Wedeler TSV, TBS Pinneberg, TSV Uetersen, FC Elmshorn und Blau-Weiß 96 ist der Oddset-Pokal gar nicht das erste Gesprächsthema. Die Reaktionen auf den Beschluss des Spielausschusses, die Zahl der Teams in der Hammonia-Staffel auf 17 zu erhöhen und in der Hansa-Staffel auf 15 zu reduzieren, fielen überwiegend wütend aus. WTSV-Coach Heiko Barthel spricht von „Dummheit ohnegleichen“, dass seinem Team nun zwei Spiele mehr zugemutet werden. Uetersens Coach Peter Ehlers erwägt wegen „Wettbewerbsnachteils“ einen Antrag beim Verband, dass neben dem Meister auch der Zweite der Hammonia-Staffel direkt aufsteigt.

Hintergrund ist, dass sich der Verein Nikola Tesla aufgrund der Brisanz der Partien gegen den Klub Kosova dagegen sträubte, in die Hansa-Staffel eingeteilt worden zu sein. In zweiter Instanz gab das Verbandsgericht dem Ansinnen Nikola Teslas nach. Das Team wechselt aus der Hansa- in die Hammonia-Staffel. Dagegen klagte der TSV Sasel, der aus der Hammonia- in die Hansa-Staffel umziehen sollte. „Sasel bleibt in der Hammonia-Staffel“, entschied der Spielausschuss. Bitter: Statt drei steigen jetzt vier Clubs aus der Hammonia-Staffel ab, aus der Hansa-Staffel nur zwei. „Uncleverer als der Verband kann man sich nicht anstellen“, schimpft Heiko Barthel.

Da lobt sich der SV Rugenbergen, Pokalgast des Tangstedter SV (Kreisklasse), doch die Einmütigkeit der Oberliga, die Beibehaltung der Staffelstärke von 18 Teams beim Verbandstag durchgesetzt zu haben. Ein Test beim SV Henstedt-Ulzburg (Schleswig-Holstein-Liga) endete 4:2 (3:1).

Oddset-Pokalspiele, 1. Runde, Sonnabend, 15 Uhr: 1. FC Eimsbüttel – SV Halstenbek-Rellingen; Sonntag, 12 Uhr: Heidgrabener SV – TSV Sparrieshoop, Eintracht Rellingen – Eimsbütteler TV, 12.30 Uhr: Inter Eidelstedt – Wedeler TSV; 15 Uhr: SC Pinneberg – VfL Pinneberg, TBS Pinneberg – SV Lurup, Germania Schnelsen – Blau-Weiß 96, TSV Holm – FC Elmshorn, SuS Waldenau – TSV Uetersen, Kickers Halstenbek – Roland Wedel, SC Egenbüttel – Ellerau, Rissener SV – SSV Rantzau, U. Tornesch – SV Blankenese, Kummerfelder SV – Hansa 11, TV Haseldorf – Hemdingen-Bilsen, Holsatia im EMTV – Komet Blankenese, TuS Borstel – Union 03, SV Osdorfer Born – SV Hörnerkirchen, Rellinger FC – TuS Appen, TSV Heist – Hetlinger MTV, TuS Holstein Quickborn – BW Ellas, Cosmos Wedel – TSV Seestermühe, Gencler Birligi – Groß Flottbek, FC Schnelsen – Sportfreunde Pinneberg, TuS Hasloh – SC Poppenbüttel.