Pinneberg
Tennis

Im Pinneberger Turnier ist richtig Zug

Florian Barth (SuchsdorferSV) ist bei den Herren an Nummer eins gesetzt. Der Henstedt-Ulzburger, der viele Jahre für TuS Holstein Quickborn spielte, ist derzeit die Nummer 50 in der deutschen Rangliste

Florian Barth (SuchsdorferSV) ist bei den Herren an Nummer eins gesetzt. Der Henstedt-Ulzburger, der viele Jahre für TuS Holstein Quickborn spielte, ist derzeit die Nummer 50 in der deutschen Rangliste

Foto: Meincke

Der Stadtwerke-Pinneberg-Cup läuft. 100 Spieler und Spielerinnen kämpfen um ein Preisgeld von knapp über 10.000 Euro – zweimal eine Rekordmarke.

Pinneberg.  Toni Meinhardt und Werner Mende befanden sich gestern in den Mittagstunden auf entspannter Anfahrt zur Tennisanlage am Voßbarg. Der Turnierdirektor und Vorsitzende des Pinneberger TC hatten keinerlei Zweifel, dass auch der zweite Veranstaltungstag beim Stadtwerke-Pinneberg-Cup ein erfolgreicher werden würde.

Am Donnerstag wurden die Qualifikationsspiele bei der sechsten Auflage des Meetings abgeschlossen. Seit Freitag, 17. Juli, greifen nun die Akteure des Hauptfeldes bei den Damen und Herren ins Geschehen ein. In der Erwartung eines attraktiven Preisgeldes von insgesamt knapp über 10.000 Euro werden sie das mít besonderem Ehrgeiz tun. Damen- und Herrensieger erhalten jeweils 2000 Euro, nachdem die Stadtwerke, kleinere Sponsoren und der Pinneberger TC für eine Aufstockung des Geldes gesorgt hatten und das Turnier gleichzeitig in die dritthöchste Kategorie in Deutschland gestiegen war (das Abendblatt berichtete). Preisgeld und Zahl der Nennungen bedeuten jeweils einen neuen Rekord für den Veranstalter.

Die knapp 100 Teilnehmer kommen aus unterschiedlichen Regionen angereist. Sie spielen in Vereinen Hamburgs und Schleswig-Holsteins, aber sie sind auch Mitglieder in Berliner Clubs und in Nordrhein-Westfalen. Und einer stammt sogar aus der Ukraine. Der für den Großflottbeker THGC antretende Gleb Alekseenko meldete sich an beim Stadtwerke-Cup, nachdem er beim mit 15.000 Euro dotierten ITF-Turnier (erste Kategorie unter den Profi-Meetings) in Kassel ausgeschieden war. Das Event am Voßbarg sieht Alekseenko, der regelmäßig für Challenge-Veranstaltungen meldet, als Vorbereitung auf das Rothenbaum-Turnier eine Woche später (Beginn ist am 26. Juli).

Für einen Lokalmatador schlägt in diesen Tagen die große Stunde. Lucas Hellfritsch, Herrenspieler des PTC, schlug kürzlich wie der Ukrainer in Kassel auf, überstand gegen einen Spanier immerhin die erste Qualifikationsrunde („Es war toll, einmal Profiluft zu schnuppern“) und will diese Erfahrung jetzt auch in heimischer Umgebung ummünzen. Am heutigen Freitag muss Lucas Hellfritsch im Falle eines erfolgreichen Auftaktrundenmatches am späten Nachmittag ein weiteres Mal auf den Platz. Gespannt darf man auch sein, ob der amtierende Nordmeister Florian Barth (wohnt in Henstedt-Ulzburg, spielte bei TuS Holstein) und der Elmshorner Tomas Charlos (TC RW Wahlstedt) positiv in Erscheinung treten werden. Von Florian Barth, jetzt in Diensten des Suchsdorfer SV (Kiel), sollte man das unbedingt erwarten, ist er doch schließlich an Nummer eins gesetzt. Im Hauptfeld stehen auch noch Jannik Kumbier (TuS Holstein), Florian Schiller (Pinneberger TC), Alexander Roggenkamp (SV HR), Malte Vorbeck (TSV Holm) und Moritz Wölk (TuS Holstein).

Bei den Damen dürfte zum einen Vorjahressiegerin Johanna Silva (THC Horn Hamm/Nr. 86 der deutschen Rangliste) ein Wörtchen mitreden können, desgleichen auch die in der nationalen Rangliste vor ihr platzierten Spielerinnen Vinja Lehmann (Braunschweiger THC), Carina Litfin (Bremerhavener TV) sowie Katharina Holert von ETUF Essen.

Die Farben des Kreises Pinneberg vertreten die Schenefelderin Mia Spanger, die Holmerin Isabel von Stryk, Julia Rados (Pinneberger TC), Kimberley Körner (RW Wahlstedt) aus Wedel und Mia Meyer vom TC Wedel.

Für ein Ereignis wie dieses möchte Gastgeber PTC auch einen angemessenen Rahmen schaffen, Das heißt in diesem Jahr allerdings nicht, dass am Randes Stadtwerke-Cups etwa ausgelassen Party gefeiert wird oder man sich unter einem Zelt massieren lassen kann. Eine Hüpfburg für Kinder gibt es allerdings schon, und eine Präsentation des Autohofs Reimers ist neu im Programm.

Vielmehr wird diesmal der gesellschaftliche Aspekt stärker in den Fokus rücken als in der Vergangenheit. So haben Werner Mende und Toni Meinhardt Kommunalpolitiker und Vertreter der Wirtschaftsgemeinschaft Pinneberg eingeladen. Vereinsboss Werner Mende: „Unsere Gäste sollen wissen, dass Tennis einen hohen Stellenwert in der Stadt hat und den Gemeinschafssinn fördert.“