Pinneberg
Heidgraben

Heidgrabener SV macht Kasse beim St. Pauli-Gastspiel

Heidgraben. Die Halbprofis des FC St. Pauli II (angeblicher Saison-Etat: 750.000 Euro) äußerten bescheidene Wünsche. Vor dem Anpfiff sollte es Kuchen sein, hinterher Spaghetti Bolognese. Sportlerheim-Pächter Thomas Vossbeck stellte sich in die Küche und trug die Mahlzeiten in die Kabine.

Zur Freude des Heidgrabener SV forderte das Regionalliga-Team vom Kiez aber keine finanzielle Entschädigung für sein Gastspiel anlässlich der Einweihung des Kunstrasens an der Uetersener Straße (4:1/3:0). Statt dessen spülte der bunte Tag dem „kleinen HSV“ 5000 Euro in die Kasse. Allein 550 Euro ließ sich ein Zuschauer den Spaß kosten, die Patenschaft für den Anstoßpunkt zu ersteigern. Auf der Sponsorentafel am Eingang wird nun sein Name verewigt. 1000 Tombola-Lose fanden bei den 600 Besuchern reißenden Absatz, an den Getränke-Buden und am Imbiss stimmte der Umsatz. Das alles bedeutete konkrete Unterstützung der Heidgrabener, die von den 600.000 Euro an Kosten des Vorzeige-Projekts für 350.000 gerade stehen. In 15 Jahren soll der Schuldenberg abgetragen sein.

Die vorher bei einem Turnier besonders erfolgreichen F-Junioren des TSV Uetersen und der SV Lieth durften St. Paulis Spieler an die Hand nehmen, dann ging es los. Zur Freude der Fans schüttelten sich die Gastgeber nach frühem 0:3-Rückstand kurz, um dann die restliche Spielzeit dank des Treffers von Philippe Schümann ausgeglichen zu gestalten.