Pinneberg
Handball

„Ringkämpfe“ in einer staubigen Sandkiste

Nicht nur bei den Nachwuchsduellen ging es auf den Sandplätzen der Anlage am Halstenbeker TS zur Sache: Beach-Handball ist total angesagt

Nicht nur bei den Nachwuchsduellen ging es auf den Sandplätzen der Anlage am Halstenbeker TS zur Sache: Beach-Handball ist total angesagt

Foto: Meincke

Seit mehr als zehn Jahren ist der Beach-Cup der Halstenbeker TS beliebter denn je. Es war diesmal ein Sommerspaß für 100 Mannschaften.

Halstenbek. Es war so wie im Urlaub: Relaxte Atmosphäre, endlich mal hohe Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke und viel Action in der Sandkiste. Dort staubte es diesmal einige Male richtig, als die Halstenbeker Turnerschaft letztmals als alleiniger Veranstalter beim Beach-Cup auftrat. 2016 wird sich Blau-Weiß 96, nach der Fusion der Handballabteilungen offiziell dazugesellen. Die Teams der Gastgeber waren indes schon diesmal vermischt angetreten. Zum zwölften Mal konnten die Handballer verschiedener Altersklassen (Frauen/Männer, Jugend A bis D) auf der Anlage am Bickbargen zeigen, dass sie im knöcheltiefen Sand gleichermaßen mit Kondition, Körperbeherrschung und Standfestigkeit gesegnet sind.

Beach-Cup ohne Regen war in der Vergangenheit

eher die Seltenheit

Im Gegensatz zu manchen Jahren zuvor, als das beliebte Event nach Dauerregen häufig im Morast zu versinken drohte, fanden die teilnehmenden 105 Mannschaften bei Sonne und Hitze Bedingungen vor, wie sie allgemein eigentlich gewünscht werden. Stundenlang herrschte an zwei Wochenendtagen emsiges Treiben, Handball spielen bis hinein in die Dämmerung war für die Jugendlichen so kurz vor den Sommerferien doch mal etwas ganz Außergewöhnliches.

Am Schlusstag endete der heißeste HT-Beach-Cup der Geschichte und der erste Wettbewerb seit mehreren Jahren ohne witterungsbedingte Pausen. „Von Gewittern blieben wir komplett verschont und leichtere Niederschläge von den Teilnehmern eher als angenehm empfunden“, sagte Turnierleiter und Trainer Frank Unterspann, neben Bernhard Zander der Turnierleiter. Die beiden hatten auch die geniale Idee, eine Sprühanlage aufzubauen, die Wassernebel erzeugt. Die konnten die erschöpften Handball-Cracks spontan durchlaufen, wenn sie sich abkühlen wollten.

Christopher Langeloh aus der Handballabteilung von Blau-Weiß 96, der aus privaten Gründen dem Traditionsturnier nicht beiwohnen konnte, aber stets über die Stimmung am Bickbargen informiert war, hatte sich schon vorher erfreut über die allgemeine Begeisterung geäußert. „Es ist schon erstaunlich, dass Mannschaften gleich nach Turnierende kundtun, im nächsten Jahr unbedingt wieder dabei sein zu wollen.“ So lautet ja schließlich auch das Motto: Der Spaß steht vor allem für die Jugendlichen im Vordergrund. Die erwachsenen Handballer wollen auch die Chance wahrnehmen, auf sportliche Weise vom Alltags- und Berufsstress abzuschalten.

Die Jugendmannschaften boten trotz der extremen Temperaturen viele tolle und gut anzusehende Spiele – erfolgreichster Verein war am Ende die neue Spielgemeinschaft HTS/Blau-Weiß 96 mit insgesamt vier Altersklassenerfolgen.

Team PhysioSport beherrscht den Kempatrick

aus dem Effeff

Bei den Herren setzte sich mit dem Team PhysioSports wieder einmal, und zwar schon zum vierten Mal in Folge, der Favorit und Seriensieger der vergangenen Jahre durch. Den Wettbewerb der Damen gewannen die „einheimischen“ Flow Riders vor dem Elmshorner HT und der SG Altona.

Apropos PhysioSports: Wie schon 2014 stand der Gesamtsieg der „Halbprofis“ zu keinem Zeitpunkt infrage. Erneut gelang es der Konkurrenz nicht, die Mannschaft um den ehemaligen HSV-Bundesligaspieler Matthias Karbowski, der heute mit Kollegen ein Zentrum für Physiotherapie betreibt, zu stoppen. Unter anderem verstärkt durch Topleute vom Zweitbundesligisten SV Henstedt-Ulzburg machten die Routiniers mit den Gegnern wenig Federlesens. Die Überlegenheit des Turniersiegers kam auch darin zum Ausdruck, dass er diverse Male Tore per Kempatrick erzielte. Auf den zweiten Platz kamen die Männer der Gastgeber, Dritter wurde die HSG Pinnau.

Ergebnisse der Jugend, Weibliche A: 1. HSG Pinnau, 2. HT Norderstedt; Weibliche B: 1. TuS Esingen, 2. SG Hamburg-Nord, 3. TSV Ellerbek; Weibliche C: 1. HTS/BW 96, 2. Bramfelder SV, 3. SG Hamburg-Nord; Weibliche D: 1. EHT, 2. HTS/BW 96, 3. SG Hamburg-Nord; Männliche A: 1. HTS/BW 96, 2, TSV Ellerbek, 3. SG Hamburg-Nord, Männliche B: 1. HTS/BW 96: 1. HTS/BW9 6, 2. HSG Pinnau, 3. Elmshorner HT; Männliche C: 1. TSV Ellerbek, 2. HSG Pinnau, 3. HTS/BW 96; Männliche D: HTS/BW 96 I, 2. HTS/BW 96 II, 3. HSG Pinnau.