Pinneberg
Uetersen

Forderungen der Stadt bereiten TSV Uetersen Sorgen

Es sind keine rosigen Zeiten für den TSV Uetersen.

Uetersen. Die Fußballer des Turn- und Sportvereins, die in der Landesliga Hammonia-Staffel lange hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren, liegen mittlerweile acht Spieltage vor dem Saisonende in Schlagdistanz zum derzeitigen Spitzenreiter SV Lurup. Vor der Spielzeit hatten die Rosenstädter den Aufstieg in die Oberliga als Ziel ausgegeben. Doch vielmehr bereiten dem Vereinsvorsitzenden Lutz Schölermann vor allem die Finanzen des Clubs große Sorgen. 100.000 Euro hat der TSV zurzeit noch als Rücklagen, diese werden aber laut Schölermann schon in diesem Jahr aufgebraucht sein.

Die Stadt Uetersen verlangt allein 62.000 Euro für die Bewirtschaftung der Jahnhalle in den vergangenen vier Monaten, zudem sind die Personalkosten für die Platzpflege im Rosenstadion von 18.700 Euro im Jahr 2013 auf 19.600 Euro in 2014 angestiegen. Auch hat der Verein mit dem 2015 eingeführten Mindestlohn Probleme und zudem mit einem akuten Mitgliederschwund zu kämpfen. Etwa 700 Mitglieder verlor der TSV in den vergangenen zehn Jahren. 2014 wurden bereits Zusatzbeiträge für die Fußballer eingeführt, diese reichten aber vermutlich nur zwei bis drei Jahre, so Vereinschef Schölermann. Sollte die Mitgliederzahl beim Uetersener Großverein unter 2000 sinken, müsse man beim TSV die Mitgliedsbeiträge erhöhen.