Pinneberg
Wedel

Wedeler geraten ins Wanken – es reicht jedoch

Es überrascht ein wenig, dass die Landesliga-Fußballer des Wedeler TSV in ihrer gegenwärtig guten Verfassung Nerven zeigen, und das auch noch gegen einen vermeintlich leicht zu bezwingenden Gegner aus dem Tabellenkeller.

Wedel. Nach einem für das Trainergespann Thorsten Zessin/Heiko Barthel zu schwankend verlaufenen Heimspiel gegen Schlusslicht SC Victoria II reichte es für den Favoriten nach 3:0-Führung „nur“ zu einem 4:2 (3:1)-Sieg.

Ohnehin waren es für das Trainerduo und die Zuschauer nicht gerade entspannte 90 Minuten. In der 22. Minute zog sich Innenverteidiger Tim Jobmann einen Bänderriss zu. Nach 70 Minuten musste der eingewechselte Björn Kaland schmerzvoll feststellen, dass die Leidenszeit für ihn offenbar noch immer nicht vorbei ist. Zum wiederholten Male kugelte er sich bei einem Zusammenprall die Schulter aus, musste aber weitermachen, weil das Auswechselkontingent erschöpft war.

Zum Glück hatten die Gastgeber die Weichen früh auf Sieg gestellt. So schien es zumindest beim Stand von 3:0, für den Sebastian Krabbes (10.), Jan Eggers (19., Elfmeter nach Foul an Mark Hinze) und Hinze bis zur 60. Minute gesorgt hatte. Nach dem 3:1-Anschlusstor hieß es in der 52. Minute plötzlich nur noch 3:2, ehe Mark Hinze seinen zweiten Treffer zur Mittagsstunde anbrachte. Die restliche Spielzeit beschäftigte sich die Wedeler Mannschaft mehr oder weniger damit, den Vorsprung zu sichern, was bei einem Pfostenschuss Victorias (70.) beinahe nicht geklappt hätte. Thorsten Zessin: „Riesig war das nicht gerade heute, aber wir wollen weiter ganz oben dran bleiben.“