Pinneberg
Wedel

Rist-Basketballer stehen zu Hause klar in der Pflicht

Erfolg gegen BSW Sixers am letzten ProB-Spieltag würde zweiten Tabellenplatz sichern

Wedel. Der letzte Hauptrunden-Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga Pro B wird am Sonnabend, 7. März, ausgetragen. Mit 28 Punkten rangiert der SC Rist auf dem zweiten Tabellenplatz. Bei einem Sieg gegen den Tabellenletzten BSW Sixers (16) in der Steinberghalle (19.30 Uhr), hätte das Team von Headcoach Michael Claxton Rang zwei sicher. Bei einer Niederlage und Siegen von Dresden und der Baskets-Akademie Weser-Ems/OTB könnten die Ristes noch auf den vierten Rang abrutschen. Vor dem 26. Spieltag würde der Gegner in der ersten Play-off-Runde bislang Frankfurt Skyliners Juniors (Siebter der Südstaffel) heißen. Die Sixers hingegen stehen mit dem Rücken zur Wand.

Sixers haben Stärken under dem Korb unnd werfen gut von außen

Nur ein Sieg in Wedel und eine gleichzeitige Niederlage Stahnsdorfs gegen die Baskets-Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB würde die Sachsen-Anhalter noch in die Play-Down-Serie retten, um den direkten Abstieg noch zu verhindern. „Für uns ist diese Partie eine Pflichtaufgabe. Den zweiten Platz wollen wir nicht mehr hergeben“, sagt Rist-Trainer Claxton. Es müsse laut Meinung des US-Amerikaners gelingen, die Aufbau- und Flügelspieler Robert Zinn (Topscorer mit 13 Punkten im Schnitt) und Tristan Blackwood (12,6) in der Defensive zu kontrollieren.

Zinn konnte in dieser Saison sogar sieben Erstliga-Partien mit dem Kooperationspartner Mitteldeutscher BC verbuchen. Gerade bei Würfen aus der Distanz hat der Gegner seine Stärken. Blackwood trifft 32,9 Prozent seiner Versuche jenseits der Drei-Punkte-Linie, Phillip Daubner (32,7) und Zinn (30,9) erreichen ähnliche Werte. Insgesamt hat der Tabellenzweite bei erfolgreichen Würfen aus der Distanz eine um vier Prozent bessere Quote aus dem Feld als der Letzte der Pro B-Nordstaffel (44,8 zu 40.8).

Mit den US-Amerikanern Nathan Gerwig und Adrian Hill – die 2,06 Meter und 2,04 Meter groß sind und beide über 100 Kilogramm Körpergewicht auf die Waage bringen – haben die Gäste große physische Präsenz unter dem Korb.

Wedels Trainer warnt vor dem Gegner, der Spiele zuletzt nur knapp verlor

Größter Sixers-Akteur ist Georg Voigtmann (2,14), der aber auch im Distanzwurf stark sei. Voigtmann tritt mit einer Doppellizenz auch in der Pro A für Science City Jena an. „Das Team ist wirklich nicht schlecht und hat in den letzten Partien oft gut gespielt. Allerdings fehlte am Ende immer das Quäntchen Glück, um zu gewinnen“, so Claxton, 38. Drei der letzten vier Partien verlor die von Tino Stumpf trainierte Mannschaft mit lediglich einem Zähler Unterschied – zuletzt waren es derer drei gegen CB Recklinghausen (65:68).

Die Wedeler sind jedoch wild entschlossen, dass die Steinberghalle weiter eine Festung bleibt. Von elf Begegnungen verlor Wedel vor eigenem Publikum lediglich zwei. Im Hinspiel setzte sich der SC Rist auswärts 86:72 durch – allerdings mussten die BSW Sixers Anfang November verletzungsbedingt auf einige Spieler verzichten. Auf Seiten der Wedeler fehlt nur Janis Stielow aufgrund von Rückenproblemen.