Pinneberg
Tornesch

Handballerinnen des TuS Esingen auf Oberliga-Abschiedstour

Klassenerhalt nach Niederlage in Stockelsdorf kaum noch möglich

Tornesch . Am Ende mussten die Handballerinnen des TuS Esingen das Feld wieder einmal als Verlierer verlassen. Das 20:24 beim ATSV Stockelsdorf war bereits die 14. Saisonniederlage für die Tornescherinnen. Nach dem 20. Spieltag in der Frauen-Oberliga kann der Abstieg in die Hamburg-Liga wohl nur noch theoretisch abgewendet werden – acht Punkte Rückstand müssten in sechs Partien aufgeholt werden. Die Vorzeichen vor diesem Duell waren ohnehin nicht die besten: Trainer Jan-Henning Himborn musste mit Kopf- und Gliederschmerzen passen. Katharina Backenberg war privat verhindert, Kübra Yüksel fehlte ebenfalls erkrankt. Martina Bauer ging angeschlagen in die Begegnung und Sofia Schlage machte sich nach einer Lissabon-Reise quasi direkt auf den Weg nach Stockelsdorf.

Die elf Spielerinnen, die zur Verfügung standen, warfen dann jedoch alles in die Waagschale. Nach ausgeglichener Anfangsphase setzte sich der Gegner dreimal um drei Tore ab, doch Esingen kämpfte sich immer wieder heran. Zur Pause stand es 11:11. „Insgesamt haben wir in der Defensive gut gearbeitet und Fehler des Gegners provoziert, offensiv hatten wir aber zu viele Fehlwürfe“, so Team-Manager Valko Scheele. Torhüterin Jessica Krass konnte von 37 Wurfversuchen 14 entschärfen. Zwölf Minuten vor dem Spielende gab es eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Meckerns für eine Spielerin auf der Bank. In Unterzahl kassierte Esingen beim Zwischenstand von 15:17 zwei weitere Tore.

In der 51. Minute lag der TuS dann 16:19 hinten. Die Gäste konnten die drohende Niederlage – auch weil das Team noch einmal zwei Minuten lange mit einer Spielerin weniger auf dem Feld war – nicht mehr abwenden. „Es ist ein wenig wie im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Wie schon gegen Ellerbek, Oeversee oder Wattenbek wäre mehr drin gewesen. Aber die engen Spiele entscheiden wir nicht zu unseren Gunsten. Es sind Kleinigkeiten“, sagt Himborn, der sich mit Co-Trainer Jan-Michael Bruhn nach dem Spiel austauschte.

Rechnerisch sei der Klassenerhalt für den TuS nach wie vor noch möglich, doch viel wichtiger wäre ohnehin „ein Erfolgserlebnis“ für seine Spielerinnen. Am Sonnabend, 14. März, hat der TuS Esingen im Heimspiel gegen den THW Kiel dafür die Gelegenheit (15.30 Uhr/KGST-Halle in Tornesch).