Pinneberg
Bönningstedt

Kann der SV Rugenbergen für die Pokalüberraschung sorgen?

Bönningstedter am Mittwoch an der Hoheluft gegen SC Victoria

Bönningstedt. In der Hackordnung des Fußballs in Kreis Pinneberg rangiert der TSV Seestermüher Marsch nicht unter den Top 20. Werden die Kreisliga-Kicker vom Elbdeich trotzdem die letzte Mannschaft des nordwestlichen Hamburger Speckgürtels im Topf sein, wenn am 10. März im Winterhuder Supermarkt der Ex-Profis Holger Stanislawski (FC St. Pauli) und Alexander Laas (HSV) die Auslosung des Oddset-Pokal-Viertelfinales erfolgt?

Die Antwort gibt das Nachholspiel der fünften Runde (Achtelfinale) am Mittwoch, 25. Februar, um 19.30 Uhr auf dem Sportplatz Hoheluft. Dem Oberliga-Achten SV Rugenbergen winkt dort die Möglichkeit, dem Traum von 140.000 Euro für das Erreichen der DFB-Pokal-Hauptrunde ein Stück näher zu kommen. Die Aufgabe für die Bönningstedter könnte schwerer allerdings kaum sein. Gastgeber ist der Oberliga-Dritte SC Victoria, der den Cup in der jüngeren Vergangenheit viermal (2007, 2010, 2012, 2013) gewann. SVR-Trainer Ralf Palapies sah keine Schwachpunkte, als er den Gegner beim 3:0 am 21. Oberliga-Spieltag auf dem Jacob-Thode-Platz beobachtete. Die Eimsbütteler besiegten die SV Halstenbek-Rellingen wie auch schon am 1. Februar, als sie die Halstenbeker im Pokal-Wettbewerb ausbooteten, mit 3:0. HR-Coach Thomas Bliemeister behauptet übrigens: „Ich traue Rugenbergen ein Weiterkommen zu.“

„Wir werden einen extrem guten Tag benötigen, wenn wir weiterkommen wollen“, sagt Palapies. Seine größten personellen Sorgen aber ist er zunächst los. Die Mittelfeldspieler Dennis von Bastian und Jan Melich, der übrigens von 2008 bis 2011 für Victoria kickte, sind „zu 99 Prozent“ einsatzfähig, nachdem sie sich beim Blitzturnier des VfR Horst verletzt hatten. Fraglich ist noch das Mitwirken von Innenverteidiger Dennis Schmidt, der im Trainingslager auf Mallorca einen Bänderriss erlitten hatte. Der in der Winterpause vom FC Elmshorn verpflichtete Patrick Ziller fehlt wegen einer Zerrung.

„Das Wichtigste ist aber, dass wir die Euphorie der Hallenturniere mitnehmen“, betont Palapies. Auch bei der Hamburger Hallenmeisterschaft galten die Bönningstedter als Außenseiter. Dann entzauberten sie Victoria im Endspiel 4:3. Im Punktspiel am 13. September an der Ellerbeker Straße hatten sich beide Teams 1:1 getrennt.