Pinneberg
Schenefeld

Schenefeld feiert Hinzmann und hadert mit dem Schiedsrichter

Er gilt als Hoffnungsträger der Landesliga-Fußballer von Blau-Weiß 96.

Schenefeld. Weshalb, zeigte der reaktivierte Mathias Hinzmann, 31, im Heimspiel gegen TuRa Harksheide, obwohl die Schenefelder 1:2 (0:1) verloren.

In der 43. Minute für den platzverweisgefährdeten Lars Briewig eingewechselt, kämpfte der frühere Kapitän des FC St. Pauli II, der oft von Verletzungen gebeutelt worden war, wie verrückt. Erst verhinderte er mit einer ebenso riskanten wie gelungenen Grätsche im eigenen Strafraum, dass die Harksheider nach dem 1:0 von Christian Gehr (29.) gar 2:0 in Führung gingen (50.). Dann erzielte der Defensiv-Spezialist mit einem wuchtigen Kopfball nach einem Eckstoß von Emre Yayla das 1:1 (65.). Auch die Ersatzspieler liefen aufs Feld, um ihn zu feiern. „Noch reicht meine Kraft nicht für 90 Minuten“, so Hinzmann bescheiden.

Am Ende ließ er aber genauso wie die Teamgefährten den Kopf hängen. Sie schienen doch auf einem so guten Weg zum Teilerfolg gewesen zu sein. Doch in der 84. Minute schlug Sidnei Marschall einen Freistoß in ihren Strafraum. Über den Scheitel von Paul Neumann-Schirmbeck flog der Ball in die linke Ecke – 1:2. In der 87. Minute hatte der starke Emre Yayla dann mit einem sehenswerten Freistoß das Pech, das man offenbar immer hat, wenn man unten steht. Vom rechten Außenpfosten sprang die Kugel ins Toraus.

BW96-Trainer Selcuk Turan reagierte mit einem Verbalangriff auf Schiedsricher Jan-Erik Sternke (SC Eilbek). „Er bot eine der Landesliga unwürdige Leistung. Der Freistoß zum 1:2 war keiner, das 0:1 klar Abseits. Ich bin es leid.“ Abteilungsleiter Andreas Wilken schloss sich dieser Meinung an. Doch Wilkens Sohn, Verteidiger Fabio Bandow, sah es anders. „Beim 0:1 hatte ich das Abseits aufgehoben. Es war wohl ein regulärer Treffer“. Die Schenefelder stemmten sich bis an die Schmerzgrenze gegen die Niederlage, neben Hinzmann vor allem Sören Raschke, der in der Luft mit dem Harksheider Semih Kaya (70.) und dem eigenen Teamgefährten (Lars Hartmann/73.) zusammenstieß. Der eisenharte Defensivspieler rieb sich den Kopf und machte unverdrossen weiter.