Pinneberg
Barmstedt

Abstiegskampf in der Bezirksliga nimmt immer härtere Züge an

Spiele wie das von drei Roten Karten begleitete 3:2 (3:1) des SSV Rantzau über den TSV Uetersen II wird es demnächst häufiger zu sehen geben.

Barmstedt. Bei den Bezirksliga-Fußballern in der Staffel West droht nämlich beinharter Abstiegskampf. Kaum einer will es wahrhaben, dass es ihn am Ende erwischen könnte. Von den letzten Sechs der Tabelle haben immerhin fünf eine Vergangenheit in der Landesliga.

Mitten im Strom hatten die Barmstedter das Pferd gewechselt. Trainer Andreas Behnemann machte freiwillig Bernd Ruhser (vorher FC Elmshorn) Platz. Yusuf Önegi (10., 25.) und Matthias Tuleweit (15.) verhalfen Ruhser mit ihren Toren zum erfolgreichen Einstand. „Einige Umstellungen haben gefruchtet“, freute sich der „Neue“. Mit Toren von Christian Kilb (1:2/23.) und Tobias Brandt (2:3/55.) kämpften die Uetersener vergeblich gegen die Niederlage an. Erschwerend wirkte sich die Rote Karte für Jon Schwertfeger wegen eines angeblichen Ellenbogenschlags aus (45.). Dasselbe Strafmaß ereilte später auch Teamgefährte Tim Tiedemann wegen eines harten Fouls (77.) und SSV-Akteur Flemming Bruns, der nach seiner Einwechslung (70.) nur zwei Minuten mitwirkte.

In einer vorentscheidenden Partie um den Klassenerhalt werden sich am 20. Spieltag die SV Lieth (Vorletzter) und der TSV Holm (Letzter) gegenüberstehen. Gefestigter wirken zurzeit die Klein Nordender, denen Frederik Steen (24.) und der vom FC Elmshorn zurückgekehrte Björn Dohrn (37.) das 2:0 (2:0) auswärts über Hansa 11 sicherten. Auch auf dem Kunstrasen an der Feldstraße schritten die Teams nicht komplett vom Platz. Dohrn sah die Gelb-Rote Karte (77.), ein Hansa-Spieler Rot (90.). Die Holmer waren beim 0:4 (0:1) gegen die SV Halstenbek-Rellingen II ohne echte Chance. Jonathan Bigger (17.), Oliver Wroblewsky (78./Foulelfmeter), Philipp Jacobs (88.) und Indrit Behrami (90.) lösten mit ihren Toren Alarmsirenen im Waldstadion aus. TSV-Betreuer Hermann Köhler erklärte den Auftritt bei der SV Lieth zum „Schicksalsspiel“.

Beim TSV Sparrieshoop stellte sich Trainer Christian Kullock nach dem 0:7 (0:3) ohne drei Leistungsträger auswärts gegen den Eimsbütteler TV der Realität: „Es wird schwer, den Abstieg zu vermeiden.“ Valerij Szbandut verschuldete einen Strafstoß und so das 0:2 (20.). Gleich darauf handelte sich Mitspieler Torben Büchner Gelb-Rot ein.

In Gefahr schwebt weiterhin der SC Egenbüttel. Spitzenreiter HEBC schoss beide Tore beim 2:0 am Moorweg schon vor der Pause. Der SV Rugenbergen II festigte Rang zwei mit einem 2:0 (1:0) dank Treffern von Jeremy Wachter (41.) und Ricardo Barreto (82.) über Union Tornesch. In der Staffel Nord feierte der SC Egenbüttel II ein 2:1 (2:0/Christian Tews, Marcel Jordan) beim SC Urania – dritter Saisonsieg.