Pinneberg
Wedel

Intensität auch auswärts zeigen

Bundesliga-Basketballer des SC Rist bekommen es in der Pro B mit Citybasket Recklinghausen zu tun

Wedel. An Gegner Citybasket Recklinghausen hat der SC Rist Wedel in jüngster Vergangenheit gute Erinnerungen. Das Hinspiel im Oktober vergangenen Jahres konnten Wedels Basketballer in der Steinberghalle nach einer souveränen Vorstellung mit 17 Zählern Vorsprung für sich entscheiden (77:60). Recklinghausen war in dieser Partie ohne echte Siegchance.

Rist-Headcoach Michael Claxton glaubt indes nicht, dass es im Rückspiel des 21. Spieltages der 2. Basketball-Bundesliga Nord (Pro B) am Sonnabend, 7. Februar um 19.30 Uhr, ähnlich deutlich enden wird. „Sowohl bei uns, als auch bei Recklinghausen hat sich personell seit diesem Zeitpunkt einiges getan. Das ist kaum miteinander vergleichbar“, sagt er.

Und doch gibt es zwischen dem Tabellenzweiten (22 Punkte) und dem Vierten aus Nordrhein-Westfalen (20), der ein Spiel weniger bestritten hat, durchaus einige Parallelen. „Citybasket hat Spieler, die zum Korb ziehen, gute Rebounder und sichere Schützen. Von der Physis und der Spielausrichtung her ähnelt der Gegner unserem Team“, so der 38-jährige Claxton.

Die Heimstärke hat Recklinghausen mit Wedel (acht Siege, zwei Niederlagen) ebenfalls gemeinsam. Das Team von Trainer Thomas Roijakkers verbucht sieben Erfolge gegenüber zwei Niederlagen. In der Fremde konnte der SC Rist von sechs Auftritten die Hälfte für sich entscheiden. Genau wie der heutige Gegner. „Es wäre gut, wenn wir die Intensität, die wir in den Heimspielen zeigen, auch auswärts an den Tag legen“, erklärt Claxton.

Citybasket-Topscorer ist Joseph Scott, mit 14,9 Punkten im Schnitt. Seine Stärke ist die Vielseitigkeit. „Er kann den Korb attackieren und auch als Distanzschütze heiß laufen“, sagt Claxton. Aufbauspieler Antoine Llewellyn Myers (14,4 Punkte pro Spiel), im Hinspiel noch nicht im Kader des heutigen Kontrahenten, sei eher der offensive Spielgestalter denn ein Werfer. Auch der dritte US-Amerikaner Carl Hipp, der unter den Körben aufräumt und mit 10,3 Rebounds im Schnitt ligaweit damit zu den besten Akteuren gehört, hat starken Einfluss auf das Spiel der Recklinghäuser. Des Weiteren sind auch Tobias Welzel, Christoph Bruns und Dorian McDaniel gefährliche Spieler.

Mit 677 eingesammelten Korbabprallern sind die defensivstarken Gastgeber zweitbestes Rebound-Team der ProB-Nordstaffel. Und Selbstbewusstsein dürfte nach zuletzt zwei Siegen in Serie vorhanden sein. Das Team gewann in Dresden 85:73, zu Hause konnte Magdeburg mit 81:77 besiegt werden.

„Recklinghausen geht immer hohes Tempo und schaltet nach Ballgewinnen schnell um. Oft wird der erste offene Schütze angespielt, der sofort abschließt“, so die Einschätzung von Coach Claxton.

Die Wedeler können nach dem 92:65 gegen die Uni-Riesen Leipzig allerdings auch mit breiter Brust beim Verfolger auftreten. „Wir müssen auf einem höheren Level als im Hinspiel agieren, nur dann können wir ein ähnliches Resultat erzielen“, sagt der US-Amerikaner.

Ein weiterer Sieg und das Rist-Team hätten das Playoff-Ticket bei dann noch vier ausstehenden Partien fast sicher gebucht. „Recklinghausen ist gut drauf, wir aber auch. Wir müssen unsere Leistung aus dem Leipzig-Spiel unbedingt bestätigen“, so Claxton. Verzichten müssen die Wedeler auf Janis Stielow, der nach Rückenproblemen noch nicht fit ist. Der Einsatz von Paul Owusu (grippaler Infekt) ist ungewiss.