Pinneberg
Halstenbek

Trainer-Assistent fügt sich gut ein

SV HR II sichert sich mit dem vom FC Elmshorn gekommenen Manuel Kaladic das Vorturnier

Halstenbek. „Das Angebot passte“, sagt Manuel Kaladic, 33. Mit dem bisherigen Oberligaspieler des FC Elmshorn hinter der Bande gewannen die Bezirksliga-Fußballer der SV Halstenbek-Rellingen II das Vorturnier des Sottmann-Cups. Die Halstenbeker verpflichteten den erfahrenen Mittelfeldspieler, der Anfang August vom SV Lurup an die Wilhelmstraße zurückgekehrt war, dort aber nach dem FCE-Oberliga-Rückzug keine Zukunft mehr hatte, als Assistenten von Trainer Oliver Berndt. Der Kroate Kaladic, vor den Halbfinalspielen dem Publikum in der Halle an der Feldstraße von Präsident Hans Jürgen Stammer vorgestellt, freut sich auf die neue Aufgabe. „Mit jungen Leuten zu arbeiten, ist mein Metier.“

Oliver Berndt feierte den 18. Geburtstag seiner Tochter und blieb der Qualifikation fern. Kaladic feierte einen Einstand nach Maß. Amin Bejaoui (2), Freddy Ernst und Sergio Batista machten den souveränen 4:0-Erfolg über den erschöpften SuS Waldenau (Kreisliga) perfekt. Das Team aus Pinneberg Süd hatte sich möglicherweise im Halbfinale verausgabt. Gegen die Sport-Vereinigung Munster hieß es nach zwölf kräftezehrenden Minuten 3:3. Im Neunmeterschießen entschärfte Keeper Stefan Peters den vierten Versuch der Mannschaft aus der Nähe von Soltau (Kreisliga Heidekreis). Dominik Petersen erzielte das entscheidende 7:6. Richard Peper, 63, musste seinen jüngeren Bruder Uwe, 60, Betreuer des nach souveräner Vorrunde dann doch bezwungenen SV Munster, gar nicht trösten. Der fand nämlich großen Gefallen am Ausflug: „Alles war friedlich und positiv. Das kennen wir auch anders.“ Beide Brüder kamen in der Kleinstadt zwischen Hamburg und Hannover zur Welt. Uwe Peper und Mutter Ursula leben immer noch dort. Spätestens im Sommer, wenn die HR-Reserve wieder ihr Trainingslager im mit sehr vorzeigbaren Sportanlagen gesegneten Munster aufschlägt, ist die Familie wieder vereint.

Für fast 200 Kilometer hin und zurück nahmen die Kicker aus der Lüneburger Heide noch ein bisschen Spritgeld in Empfang. Der dritte Rang nach einem 3:2 über den VfL Pinneberg II brachte ihnen 50 Euro ein. Die Pinneberger gingen leer aus, hätten aber ohne weiteres auch die 200 Euro für den ersten Platz kassieren können. Im Halbfinale gegen die Halstenbeker waren sie nicht das schlechtere Team. Dann aber scheiterten sie beim 0:1 mehrfach an Keeper Dennis Kubowski, 34, der von 2005 bis 2008 Oberliga-Einsätze für HR absolvierte und sich nach seiner Zeit beim SV Lurup vor wenigen Tagen wieder der Spielvereinigung anschloss. Dustin Schomacker gelang der entscheidende Treffer.