Pinneberg
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SV Rugenbergen verzichtet auf VfL-Turnier

Die Vorkommnisse im Fußball-Oberligaspiel wirken bei den Bönningstedtern nach. Ein Wiedersehen gibt es aber beim Hamburger Hallen-Masters

Pinneberg. „Ich gehe davon aus, dass sich unser Verhältnis mit dem VfL im Jahr 2015 wieder normalisiert“, sagt Ralf Palapies, Trainer des SV Rugenbergen. In den vergangenen Wochen aber herrschte noch Eiszeit zwischen den Bönningstedter und Pinneberger Oberliga-Fußballern. Der SV Rugenbergen war nicht im „Topf“, als Jung-Schiedsrichter Björn Schierholz, 17, die Gruppen des Bert-Meyer-Cups 2015 vom 1. bis zum 3. Januar in Pinneberg ausloste. Die „teuflischen Kicker“ hatten ihre Teilnahme an der inoffiziellen Hallen-Kreismeisterschaft (Gastgeber: VfL) schlichtweg verweigert.

Nicht nur beim Derby am 27. September, das der VfL 2:1 gewann, war es zu nicht fahrplanmäßigen Vorkommnissen gekommen. Pinneberger Fans durften ihre Fahne nicht am Zaun anbringen, ein Zuschauer stürmte den Platz und beleidigte Bönningstedter Spieler und Betreuer. Am Ende der vergangenen Spielzeit hatten VfL-Akteure Trikots aus dem Kleiderschrank des SVR-Sportgeländes an der Ellerbeker Straße entwendet und offenbar während ihres Mannschaftsurlaubs in Bulgarien spazieren getragen, später allerdings zurückgegeben und einen Kasten Bier dazu gestellt.

Rugenbergens Manager Andreas Lätsch sprach daraufhin von einer Grenzüberschreitung, VfL-Vorstand Manfred Kirsch von einem „Dumme-Jungen-Streich, für den wir uns offiziell entschuldigt haben“. Wäre nicht der Bert-Meyer-Cup mit seinen vielen Begegnungen auch außerhalb des Spielfeldes die beste Gelegenheit gewesen, sich wieder zu versöhnen? „Es war der Wunsch der Mannschaft, zunächst einmal ein Zeichen zu setzen – bis hierhin und nicht weiter“, sagt Palapies.

Ansonsten werde man sich noch bei diversen anderen Hallenturnieren über den Weg laufen, ob nun in Quickborn, in Uetersen, in Horst oder in Kummerfeld.

Rot haben die Kreisrivalen aber vor allem den 10. Januar im Kalender angestrichen. Anlässlich der Hamburger Hallenmeisterschaft in der Sporthalle Hamburg werden sie sich in der Gruppe 2 gegenüberstehen. Verbands-Vizepräsident Reinhard Kuhne brachte das Kunststück fertig, im Foyer von Turnier-Sponsor Möbelhaus Schulenburg in Halstenbek auch noch Oberliga-Spitzenreiter SV Halstenbek-Rellingen dazu zu losen.

Das Oberliga-Trio aus dem Kreis Pinneberg muss sich zudem mit dem HSV Barmbek-Uhlenhorst auseinandersetzen, in der Gruppe 1 treffen der Meiendorfer SV, der SC Victoria, der FC St. Pauli II und die TuS Dassendorf aufeinander.

Zeitgleich im VfL-Clubheim am Fahltskamp betonte Vereinsmitarbeiter Roland Lange den fairen Charakter des Bert-Meyer-Cups. Um dem anderswo bisweilen unverschämten Umgang mit den Unparteiischen entgegenzuwirken, stellte Lange das Turnier unter dieses Motto „Ohne Schiris geht es nicht. “

Für die Akteure des SC Cosmos Wedel (Kreisliga) und des Hetlinger MTV (Kreisklasse) wird es wohl nicht ohne Wecker gehen. Sie haben das zweifelhafte Vergnügen, am 1. Januar um 14.10 Uhr das Eröffnungsspiel in der THS-Halle zu bestreiten. Am selben Tag treten der Tangstedter SV, Kummerfelder SV, Holsatia/EMTV (Gruppe A) sowie TuS Appen, VfL Pinneberg III, TuS Borstel, TuS Hemdingen-Bilsen und Sportfreunde Pinneberg an, den Neujahrs-Kater zu verscheuchen.

Der Sieger darf auch am zweiten Turniertag an den Start gehen. Glücksbote Björn Schierholz hofft, es mit seiner Gruppen-Auslosung auch den anderen recht gemacht zu haben.

Teilnehmer: Zweites Vorturnier, Gruppe A: SC Egenbüttel, Heidgrabener SV, Gencler Birligi, SV Halstenbek-Rellingen II, TSV Holm, Gruppe B: TSV Sparrieshoop, Qualifikant, SSV Rantzau, SuS Waldenau, SC Pinneberg, Hauptturnier, Gruppe A: SV Halstenbek-Rellingen, TBS Pinneberg, Wedeler TSV, FC Elmshorn, VfL Pinneberg II, Gruppe B: VfL Pinneberg, Union Tornesch, Sieger 2. Vorturnier, Blau-Weiß 96, TSV Uetersen.