Pinneberg
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Ein Königreich für ein Tor: Buchholz gegen VfL dennoch brisant

Der VfL Pinneberg war zu Gast bei Buchholz 08, da ahnten die Fans es schon: Es wird wieder ein harter Kampf mit Vorsicht und Respekt auf beiden Seiten.

Pinneberg. Und so kam es auch. Am Ende hieß es 0:0, doch es ging packend, intensiv und brisant zu. Trainer Michael Fischer zog folgenden Schluss: „Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden, sehr sogar. Sicher, wenn wir in der 83. Minute etwas Glück haben, nehmen wir wieder drei Punkte mit, so wie letztes Jahr, als wir in einer Abwehrschlacht eine 1:0-Führung nach Hause brachten. Andererseits hätten wir in der letzten Minute auch noch verlieren können.“

Zunächst brach in der hektischen Schlussphase die 83. Minute an, als ein Pass von Steffen Maaß bei Flemming Lüneburg landete. Der stand völlig frei und allein im Buchholzer Strafraum. Allerdings musste er den Ball mit dem Rücken zum Tor annehmen. Das Resultat: Sein Schuss war kein Problem für Torwart Henrik Titze. Nach der verlorenen Hoffnung folgte das Glück in der 90. Minute. Beim letzten Angriff der Gastgeber flog eine Flanke in den VfL-Strafraum. Der Buchholzer Julian Kühn musste den Ball nur noch über die Torlinie spitzeln. Aber Torhüter Norman Baese und ein Abwehrspieler konnten mit vereinten Kräften noch retten.

Es war ein Duell mit vielen Zweikämpfen und immer wieder Unterbrechungen, weil Spieler behandelt werden mussten. Der an vielen Stellen morastige Rasen erforderte viel Kraft. Sowohl die VfL-Akteure als auch die Buchholzer setzten letztlich auf ihre massiven Abwehrreihen. „Ein Königreich für ein Tor“, rief ein Buchholzer Fan bei ständigem Nieselregen. „Das gilt auch für uns“, kam die Antwort eines Pinnebergers. Gelacht haben alle gemeinsam.

Für Michael Fischer erhöhte sich beim Aufwärmen die Sorge über den achten Verletzten. Florian Holstein hatte einen Ball so hart ins Gesicht bekommen, dass er draußen bleiben musste. Für ihn rannte und kämpfte Steffen Maaß, der erst am Tag zuvor von einer Dienstreise aus Asien zurückgekommen war.