Pinneberg
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Feinjustierung erfolgt noch

VfL Pinneberg kommt vor dem Pokalspiel gegen Rugenbergen am Dienstag zu einem 2:2 bei Curslack

Pinneberg. Die Stimmung an Bord? So lala. Die Laune bei den Oberliga-Fußballern des VfL Pinneberg war auch schon mal besser als während der Heimfahrt im Team-Bus vom Gastspiel beim SV Curslack-Neuengamme. Das 2:2 (0:0) gegen den stark verjüngten Vizemeister der vergangenen Serie stellte vor allem Stürmer Sören Badermann nicht zufrieden, der in der 20. und 45. Minute riesige VfL-Chancen ungenutzt ließ.

„Der erste Durchgang von uns war spielerisch überzeugend, nur ein Treffer fehlte“, sagte Michael Fischer. „Wenn ich aber die zweite Halbzeit sehe, dann ist das Unentschieden gerecht“, sagte der VfL-Coach außerdem.

Mit einem Spaziergang die herrliche Villengegend an der Außenelbe entlang stimmten sich die Pinneberger auf ihr erstes Punktspiel ein. Michael Fischer ließ ein bisschen Neid durchklingen: „Diese Grundstücke müssen Millionen kosten.“ Die halbe Oberliga wird umgekehrt neidisch auf Fischer sein. So einer wie Thorben Reibe, 32, ist eben immer noch Gold wert. Der Pinneberger Routinier hatte am Boden liegend mit einem Scherenschlag das 1:1 erzielt (49.). In der 83. Minute rettete er dem VfL nach einem Rückpass von Alexander Borck den Punkt. Da war Reibe den berühmten Schritt schneller als sein Bewacher Andreas Metzler am Ball (2:2).

„Es hätte auch ganz anders kommen können“, räumte der Gäste-Coach an. Gemeint war die Szene unmittelbar vorher, als Keeper Norman Baese mit einer Fußabwehr das 3:1 der Gastgeber von Sandro Schraub vereitelte. Aus dem Gegenzug resultierte dann der neuerliche Pinneberger Ausgleich.

In Abwesenheit einiger Stammkräfte konnte es noch nicht rund laufen. Michael Fischer ist neugierig, ob er nach den Anstrengungen bei schweißtreibenden Temperaturen am Gramkowweg (Kunstrasen) im Pokalspiel der zweiten Runde am Dienstag, 5. August, um 18.30 Uhr gegen den SV Rugenbergen auf Alternativen zurückgreifen kann.

Die betreffen zunächst nur den Angriff. Artur Frost, der vom bulgarischen Goldstrand zurückkehrt ist, wird darauf drängen, gegen seinen früheren Club dabei zu sein. Vielleicht liegt bis Dienstag ja die Spielberechtigung für den erst kürzlich verpflichteten Matthias Chmielewski vor. Hendrik Boesten, dem die SV Lieth noch keine Freigabe erteilte, darf im Pokal mitwirken.

Die Vielzahl vergebener Möglichkeiten sehr wohl im Hinterstübchen wird Fischer aber auch seine Defensive ins Gebet nehmen. Sowohl das 1:0 der Curslacker von Dominic Ulaga per Kopf (46.) als auch das 2:1 desselben Spielers (58.) stufte er als Geschenke ein. Beim ersten Gegentreffer hatte Jan-Philipp Zimmermann die Flanke in den Strafraum zugelassen.

Vor dem zweiten Gegentor hatte sich Christian Dirksen bei einem Befreiungsschlag aus der Curslacker Hälfte schwer verschätzt. Das sind Fehler, die den Fußball ausmachen, die der VfL im weiteren Saisonverlauf aber unbedingt minimieren muss.