Pinneberg
Schenefeld

Die Tragik eines Hoffnungsträgers

In einem Testspiel zieht sich Schenefelds Timo Carstens möglicherweise einen Kreuzbandriss zu

Schenefeld. Es war doch nur ein Freundschaftsspiel, das die Landesliga-Fußballer von Blau-Weiß 96 beimSC Pinneberg (Kreisliga) mit 2:0 (2:0) gewannen. Keines, über das die Beteiligten im Normalfall länger geredet hätten. Dann aber kamen noch die 88. Minute und ein Aufschrei von Timo Carstens. Der Schenefelder Stürmer blieb mit den Stollen im Rasen hängen und knickte unglücklich zur Seite. Dann heulten auch schon die Sirenen des Rettungswagens. Carstens kam mit Verdacht auf einen Kreuzbandriss (linkes Knie) ins Krankenhaus.

Den Mittwoch, 23. Juli, wartete die gesamte Mannschaft auf die genaue Diagnose. „Hoffentlich ist es kein Kreuzbandriss“, flehte Abteilungsleiter Andreas Wilken. Insgeheim aber befürchtet er Schlimmes, so laut, wie es knackte. „Wir wünschen dem Spieler nur das Allerbeste“, betonte SCP-Trainer Stephan Roesler, dessen Team die Gegentore von Thies Raschke (10.) und Haji Jamal (15.) mit individuellen Fehlern begünstigte.

Später scheiterte der Pinneberger Yannick Baltz mit einem von Enes Köksal verschuldeten Handelfmeter an Keeper Florian Jensen. Das alles aber trat angesichts des tragischen Sportunfalls am Ende in den Hintergrund.

Der SCP misst sich am Freitag, 25. Juli, übrigens erneut mit einem scheinbar übermächtigen Gegner. Um 19 Uhr beginnt das Gastspiel des SV Rugenbergen (Oberliga) im Oddset-Pokal. Auf diese „Pflichtaufgabe“ stimmten sich die Bönningstedter mit einem 5:1 (2:0) nach Toren von Timo Vanselow (2), Kevin Lohrke, Max Scholz und Sven Worthmann an der Schulauerstraße gegen den Wedeler TSV ein. Das Wedeler Landesligateam bekam seine Grenzen aufgezeigt. Daran änderte auch der Torerfolg von Anton Freundt zum 1:4 nichts mehr.

„Solche Tage gibt’s, an denen nichts klappt“, sagte WTSV-Trainer Thorsten Zessin, der den Reinfall vor dem Pokalspiel beim TSV Sparrieshoop (Bezirksliga) als Schuss vor den Bug wertete. Ob Timo Vanselow mit seinen Treffern seinen internen Stellenwert erhöhte, ließ SVR-Coach Ralf Palapies offen: „Im August macht Timo zehn Tage Urlaub, danach sehen wir weiter.“