Pinneberg
Elmshorn

Piraten müssen dem Abstieg ins Auge sehen

Die Premieren-Saison der Elmshorn Fighting Pirates in der 2. Football-Bundesliga (German Football League 2) Nord wird mit dem Abstieg enden.

Elmshorn. Vor knapp 400 Zuschauern im heimischen Krückaustadion verlor der Zweitliga-Neuling das Nachholspiel und Kellerduell mit den Troisdorf Jets 13:28 (Quarter-Ergebnisse: 7:14, 0:0, 0:0, 6:14), kassierten damit die neunte Niederlage in Folge, der bislang nur ein Sieg bei den Lübeck Cougars zu Saisonbeginn gegenübersteht.

„Nach dem guten Auftakt hatten wir uns die Spielzeit ganz anders vorgestellt“, sagte der stellvertretende Pirates-Vorsitzende und Pressesprecher Olaf Mai. Wie in vielen Zweitligaspielen zuvor hätten auch gegen die Rheinländer Kleinigkeiten den Ausschlag zuungunsten der kämpferisch starken Elmshorner gegeben. „In knappen Situationen hatten die Jets das Glück, das uns fehlte.“ Dazu seien Schiedsrichter-Fehlentscheidungen gekommen, die das Team von Pirates-Headcoach Stefan Mau zusätzlich verunsichert hätten.

Im ersten Viertel egalisierten die Elmshorner die 7:0-Führung der Gäste in Person von Quarterback Tribble Reese (Pass), Topscorer Benjamin Mau (Touchdown) und Kicker Patrick Ladendorf (Erhöhung um einen weiteren Punkt mit Schuss durch die Torstangen). Wenig später aber erreichten die Troisdorfer noch einmal die gegnerische Endzone, der kurz darauf auch noch die Erhöhung zum 14:7 folgte.

Dieser Rückstand hatte auch nach zwei weiteren Vierteln Bestand, wobei im dritten Abschnitt Ladendorf bei einem Fieldgoal-Versuch, der seinem Team zu drei weiteren Punkten verholfen hätte, aus 42 Yards Entfernung knapp scheiterte. Erst im letzten Quarter führten die Troisdorfer mit zwei weiteren Touchdowns einschließlich Zusatzpunkten die Entscheidung zu ihren Gunsten herbei, obwohl die Elmshorner nach einem weiteren Pass von US-Boy Tribble Reese auf Benjamin Mau ebenfalls punkten konnten.

Über die sportlichen Konsequenzen der neuerlichen Pleite sind sich die Elmshorner Footballspieler, -trainer und -fans im Klaren. An der Einstellung der Crew aber wird sich laut Olaf Mai bis Saisonende nichts ändern. „Wir werden die Saison hocherhobenen Hauptes zu Ende bringen.“