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Elmshorn

Sieben Neue für FC Elmshorn II

Verein sieht sich als erste Anlaufstation für Fußballtalente aus der Region. Uetersen II schwächelt

Elmshorn . Bei der Ersten des FC Elmshorn (Oberliga), die nun auch Keeper Ole Springer (VfR Neumünster) und Stürmer Maurizio D´Urso (Germania Schnelsen) verliert, muss der neue sportliche Leiter Bert Ehm Schwerstarbeit verrichten. Rainer Klaar, Betreuer der FCE-Reserve, hat seinen Job beinahe erledigt. Kommende Saison stoßen sieben A-Junioren von Holsatia Elmshorn sowie Stürmer Tim Henningsen (SV Lieth) zur Mannschaft, die mit einem 1:0 (0:0) über den FSV Geesthacht im letzten Relegationsspiel der Bezirksliga-Vizemeister den Aufstieg in die Landesliga als Gruppenerster perfekt machte. Von den bisherigen Stammkräften geht vermutlich nur Torwart Kevin Huckfeld (zurück zu Rot-Weiss Kiebitzreihe).

Trainer Dennis Gersdorf schwebt die berühmte Mischung aus Jung und Alt vor, die sich eine Etage höher etablierten soll. Zu den Säulen, die Erfahrungen in höheren Spielklassen sammelten, zählen sein jüngerer Bruder Lars, Veton Hajrizi und Patrick Hiob, der mit seinem entscheidenden Treffer in der ersten Minute der Nachspielzeit einen Jubelsturm auf dem Sportplatz am Ramskamp auslöste. Es wurde noch eine lange Nacht im Clubheim. Seine Weitsicht hatte Rainer Klaar allein schon dadurch unter Beweis gestellt, dass er sich für den nächsten Tag beim Arbeitgeber frei nahm. Er war bei weitem nicht der letzte Gast auf dem Vereinsgelände, als er um 1.30 Uhr morgens den Heimweg antrat.

Helge Werner Melzer sieht den FCE-Herren-Fußball auf ein solides Fundament gestellt. „Im Elmshorner Großraum werden wir jetzt eindeutig die erste Anlaufstation für die Talente der Region sein“, glaubt der scheidende Präsident. Wer es in der Oberliga zunächst nicht packt, der kann sich eben in der kaum weniger reizvollen Landesliga für höhere Aufgaben anbieten. Schon ein Unentschieden hätte der FCE-Zweiten gereicht, ihr Aufstiegsziel zu verwirklichen. Die Geesthachter benötigten dagegen unbedingt drei Punkte. Als sie in der Schlussphase alles nach vorn warfen, kam es zum entscheidenden Gegenangriff über Tim Weber und Hajrizi, den Hiob, zuvor (35, 65.) bei Schüssen ans Aluminium vom Pech verfolgt (35., 65.) problemlos vollendete. Sofort danach ertönte der Abpfiff.

Das Schicksal des TSV Uetersen II scheint dagegen mit dem weiteren Werdegang des Oststeinbeker SV gekoppelt zu sein. In der Aufstiegsrunde der Kreisliga-Vizemeister galten sie wegen des 1:2 (0:1) auswärts gegen den Walddörfer zunächst als gescheitert, nachdem der OSV seinen Rückzug aus der Oberliga – automatisch in die Kreisliga - widerrufen hatte, allerdings einen Tag nach dem offiziellen Meldeschluss. Der Spielausschuss gab nach einer Beratung am Mittwoch, 4. Juni, diese Erklärung ab: „Die Abmeldung bleibt rechtswirksam.“ TSV II-Trainer Sandor Horvath reagierte verhalten: „Oststeinbek kann Einspruch einlegen. Wir warten ab.“ Auf dem Grandplatz am Saseler Weg bot sein Team eine schwache erste Halbzeit. Beide Gegentreffer resultierten aus Abspielfehlern (10., 80.). Ein Elfmetertreffer von Christian Sommer (Foul an Christian Kilb/82.) bedeutete immerhin den besseren dritten Platz (Gruppe A) im Vergleich zu Germania Schnelsen III (Gruppe B).