Pinneberg
Wedel

Das war schon Play-off-Atmosphäre

Nach 105:75 über BSW Sixers am letzten Spieltag der Pro B startet SC Rist gegen Lich ins Achtelfinale

Wedel. Die Zweitliga-Basketballer des SC Rist haben am letzten Spieltag der Pro B Nord im Kampf um die optimale Ausgangsposition für die in Kürze beginnenden Play-offs das Optimum herausgeschlagen. Vor der Saison-Rekordkulisse von 750 Zuschauern, die der alljährliche Jugendtag des Clubs in die Wedeler Steinberghalle gelockt hatte, besiegte die Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim die BG Sandersdorf-Bitterfeld-Wolfen 06 (BSW Sixers) mit 105:75 (45:38) und sicherte sich mit nun 32 Zählern Punkten Platz zwei in der Abschlusstabelle hinter den punktgleichen UBC Hannover Tigers, die das Topspiel bei den Schwelmer Baskets 76:73 gewann.

Gegner im Play-off-Achtelfinale ist mit den Licher Basket-Bären der Siebte der Südstaffel, der am kommenden Sonnabend, 15. März, um 19 Uhr zur ersten von maximal drei Partien (Modus Best of three) in Wedel gastiert. Rist-Headcoach Sebastian Gleim, ein gebürtiger Hesse, den es am Ende dieser Spielzeit als Jugend-Koordinator von Bundesligist Frankfurt Skyliners in die Heimat zurückzieht, bekommt es wie 2013 im Play-off-Achtelfinale mit einem Club aus seinem Bundesland zu tun. 2012/13 setzten sich die Wedeler in zwei Duellen gegen die Junior Skyliners durch. Auch der Vergleich mit den Licher Basket-Bären ist für den 29-Jährigen etwas Besonderes. „Ich bin mit deren Coach Igor Starcevic befreundet.“

Mit Flügelspieler Jens Hirschberg brennt ein weiterer Hesse im Kader ebenfalls auf das Duell mit den Lichern. Bis zu seinem berufsbedingten Umzug nach Hamburg vergangenes Jahr spielte der 25-Jährige für die Basket-Bären. „Ich freue mich auf das Wiedersehen mit den früheren Teamkameraden.“

Hoch zufrieden zog Sebastian Gleim nach dem dreistelligen Erfolg Zwischenbilanz. „Wir haben sogar einen Sieg mehr eingefahren als in der zurückliegenden Pro-B-Saison.“ An Optimismus, die erste Play-off-Hürde meistern zu können, dürfte es den Wedeler Spielern nach dem Kantersieg über die BSW Sixers nicht mangeln. In ersten Viertel gegen die BSW Sixers noch nervös, setzte sich die Heimmannschaft im zweiten deutlicher ab und verstärkte ihre Dominanz nach dem Seitenwechsel. Schon im dritten Abschnitt blieben die Gäste aus Sachsen-Anhalt minutenlang ohne Korberfolg und mussten dann im Schlussviertel noch einen 20:0-Lauf zum 105:73 hinnehmen, in dessen Verlauf Rist-Kapitän Davey Hopkins per Freiwurf der umjubelte 100. Punkt der Wedeler gelang.

Als Matchwinner hatte Sebastian Gleim aber nicht die Hauptkorbschützen Hopkins, Diante Watkins, Christoph Roquette und Lee Jeka, die allesamt zweistellig trafen, ausgemacht, sondern einen Youngster. „René Kindzeka brachte mit seiner starken Verteidigungsarbeit Sixers-Topscorer Tristan Maurice Blackwood zur Verzweiflung.“

Trotz des überzeugenden Auftrittes seines Team zum Abschluss der regulären Saison warnt der Wedeler Coach aber vor allzu hohen Erwartungen. „Wir müssen realistisch bleiben, die Situation in den Play-offs ist eine ganz andere.“ Aus Sicht von Center Christoph Roquette hätte die Einstimmung auf die Aufstiegsrunde aber kaum besser verlaufen können. „Das war schon fast Play-off-Atmosphäre, denn wir mussten gewinnen, um uns eine gute Ausgangsposition zu verschaffen, und die Sixers brauchten einen Sieg, um die Play-downs zu umgehen.“ Dass sich dabei sein Team durchgesetzt hätte, könne für den weiteren Saisonverlauf nur von Vorteil sein. „Wir haben in diesem Spiel gezeigt, was wir können.“

Ein Erfolg war der Jugendtag, bei dem sich alle Nachwuchs-Teams des SC Rist in der Steinberghalle präsentierten, auch wieder die Aktion „Große Helden helfen kleinen Helden“ der Organisation Basketball Aid. Eine Crew um den früheren deutschen National-Center Jens Kujawa verloste attraktive Preise, um mit dem Erlös der Tombola die Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg im Universitätsklinikum Eppendorf zu unterstützen.

Viertel-Ergebnisse: 25:24, 20:14, 26:17, 34:20.

SC Rist (Punkte): Watkins (25), Hopkins (17), Jeka (16), Roquette (14), Böke, Owusu (je 9), Hirschberg (7), Kindzeka (5), Stielow (3), Laatzen, nicht eingesetzt: Strauß.