Vivian Schütt fehlte. Die Nummer drei bei den Tischtennisdamen der FTSV Fortuna Elmshorn probte für eine Theateraufführung an ihrer Schule.

Elmshorn. Es geht um einen Störfall in einem Atomkraftwerk.

Ihre Teamgefährten strahlten auch, aber vor Freude. Trotz Schütts Abwesenheit feierten sie einen 8:5-Erfolg über die Zweite des TSV Schwarzenbek. Rang drei zum gegenwärtigen Zeitpunkt in der Verbandsoberliga Nord hat zwar keine Aussagekraft, weil Teams dahinter bis zu drei Partien weniger als die Elmshornerinnen austrugen. 19 Punkte bislang sollten aber allemal zum sicheren Klassenerhalt reichen, zumal in einigen Tagen die letztjährige Spitzenspielerin Berit Zuna aus Australien zurückerwartet wird. Ihr Einsatz im nächsten Punktspiel am 23. März beim SV Friedrichsort ist eine Option.

„Mal sehen, wie sie in Form ist“, sagt Zunas Tante Elke Lohse, die sich zu Beginn der Rückrunde in die FTSV-Zweite zurückgezogen hatte, sich nun aber als äußerst erfolgreicher Ersatz in Erinnerung rief. „Je weniger von einem erwartet wird, umso befreiter kann man aufspielen“, das waren für Lohse die Geheimnisse ihrer zwei Einzelsiege und ihres Erfolgs an der Seite von Doppelpartnerin Finja Wieckhorst. Die starke Regine Mohr (3), Christiane Semmelhack und Wieckhorst holten die restlichen Zähler. Mohr und Lohse überbrücken die lange Punktspielpause nunmehr mit der Teilnahme an den norddeutschen Meisterschaften der Seniorinnen in Güstrow.