Pinneberg
Halstenbek

Favorit mit Auge für die Finanzen

SV Halstenbek-Rellingen rechnet mit Heimsieg beim Turnier in der Sporthalle Feldstraße. Doch die Konkurrenz ist groß

Halstenbek. Im Geiste hat Nikola Maksimovic, von Beruf Finanz-Buchhalter, der Teamkasse der SV Halstenbek-Rellingen (Fußball-Oberliga) bereits 400 Euro gut geschrieben. Der 27 Jahre alte Defensivstratege geht davon aus, dass die eigene Mannschaft die besten Chancen hat, das vierte HR-Turnier um den Sottmann-Cup am Sonnabend, 18.Januar, in der Sporthalle Feldstraße in Halstenbek zu gewinnen.

„In der Form wie beim Bert-Meyer-Cup in Pinneberg sind wir der Favorit“, sagt Maksimovic, der bei der Hamburger Hallenmeisterschaft als dreifacher Torschütze in der Vorrunde überraschend auch Vollstreckerqualitäten nachwies und 2013 als Spieler des VfL Pinneberg in Halstenbek siegte. Mit Ausnahme von Danijel Suntic, der sich in der Alsterdorfer Sporthalle leicht am Knie verletzte, bietet Trainer Thomas Bliemeister denselben Kader wie beim Stelldichein der besten Hamburger Hallenkicker auf. Kapitän Mladen Tunjic verzichtet erneut auf sein Mitwirken. „Mir ist das Risiko zu hoch. Nachher passiert mir was und ich kann die ganze Vorbereitung hinterherhinken.“

Vereinspräsident Hans Jürgen Stammer plante, spätestens während der Siegerehrung die Vertragsverlängerung von Trainer Bliemeister und Manager Detlef Kebbe, der am Donnerstag, 16. Januar, seinen 62. Geburtstag feiert, bekannt zu geben. Daraus wird möglicherweise nichts. „Wir führen noch Gespräche. Es gibt unterschiedliche Auffassungen über die Rahmenbedingungen“, erklärte der Coach.

Und dann ist da noch ein Thema, dass bei den Fußballern des VfL Pinneberg II zwischendurch heiß diskutiert wurde. Wieso eigentlich hatte der Sieger des Qualifikationsturniers 2013, der sogar in das Finale des Hauptturniers einzog und dann der eigenen Ersten nur im Neunmeterschießen unterlag, diesmal keine Einladung erhalten? „Zwei VfL-Mannschaften im Finale, das konnten die Halstenbeker nicht ertragen“, spottete Heiko Klemme, Coach der VfL-Zweiten, im ersten Moment. Oliver Berndt, Trainer der Halstenbeker Reserve, zog ihn beim Bert-Meyer-Cup zur Seite. „Für unser Vorturnier seid ihr nach eurem Aufstieg in der Zwischenzeit zu stark. Und gleich zwei VfL-Teams ins Hauptfeld eines Halstenbeker Turniers zu hieven, das hätte erst recht Fragen aufgeworfen.“ Mit dieser Darstellung gab sich Klemme schließlich zufrieden.

So sind es jetzt vier Mannschaften aus der Bezirksliga (SC Egenbüttel, SV HR II, SV Eidelstedt, SV Rugenbergen II), fünf aus der Kreisliga (Eintracht Rellingen, SuS Waldenau, Union Tornesch, TuS Borstel, SC Pinneberg) und der Tangstedter SV (Kreisklasse), die bemüht sein werden, in die Fußstapfen der VfL-Zweiten zu treten. Der Sieger des mit 350 Euro dotierten Vorturniers streicht 200 Euro ein. Der Sottmann-Cup-Erste am nächsten Tag kassiert die doppelte Summe, der Zweite muss sich mit 200 Euro begnügen.

Die Halstenbeker und Pinneberger Oberligateams als Halbfinalisten der Hamburger Meisterschaft werden es nicht leicht haben, gegen TBS-Pinneberg (stark beim collatz+schwartz-Cup in Quickborn), den Wedeler TSV (Zweiter beim Bert-Meyer-Cup), den TuS Osdorf (Sieger beim Stadtsparkassen-Cup in Wedel, Zweiter beim Rosen-Cup in Uetersen), Blau-Weiß 96 und den USC Paloma aus der Landesliga die Vorrunde zu überstehen.

An beiden Tagen werden zudem die besten Torleute und Torschützen der Vorrunde mit Pokalen belohnt. Manager Detlef Kebbe freut sich unterdessen, dass es ihm gelungen ist, die Ice Girls, die bei den Heimspielen der Hamburg Freezers das Publikum entzücken, für das Rahmenprogramm zu verpflichten. Die jungen Frauen treten direkt nach den Gruppenspielen des Hauptturniers in Aktion. Reizvolle Preise bietet die Tombola.