Tornesch

Dittrich der Schlüssel zum Cup-Sieg

Der zum VfL-Kader zählende Torhüter imponiert in Tornesch als Gastspieler des triumphierenden Riewesell-Teams

Tornesch. Im Herzen ist er noch ein Blau-Roter. Für den absoluten Notfall steht Fußball-Torwart Sascha Dittrich, 28, weiterhin auf der Spielerliste des VfL Pinneberg. Das hinderte ihn aber nicht daran, der VfL-Zweiten beim Edeka-Hollender-Cup des FC Union Tornesch das Endspiel zu verderben. Als Gastspieler der Betriebssport-Auswahl des Uetersener Unternehmers Heino Riewesell war Dittrich der Schlüssel zum Erfolg. Zu Beginn vereitelte er drei „todsichere“ Chancen der Pinneberger.

„Das wird sich rächen“, vermutete Peter Ehlers, Trainer des Landesligaclubs TSV Uetersen, einer von 200 Beobachtern auf der Tribüne der neuen KGST-Sporthalle. Genau so kam es. denn auch. Eddy-Morton Enderle spurtete einem Bewacher davon und ließ dem Pinneberger Torwart Klaas-Gerrit Both mit seinem Flachschuss keine Abwehrmöglichkeit. Die, von Dittrich einmal abgesehen, ausschließlich mit Akteuren der Uetersener Ersten und Zweiten bestückten „Rieweseller“ gewannen 1:0.

Turniersponsor Kay Hollender machte sich für kurze Zeit vom Sonnabend-Geschäft frei und rückte an die Sieger 200 Euro, einen stattlichen Pokal sowie einen Karton mit sechs Flaschen Bacardi heraus. „Der Alkohol ist mir egal. Aber das Geld hätte ich gerne in unserer Mannschaftskasse gesehen“, murrte Marcus Jürgensen aus dem Trainerstab der VfL-Zweiten. Seine Spieler Alexander Martin und Nils Hammer räumten übereinstimmend „eigene Dummheit“ ein.

In der Turnierleitung verrichteten Joachim Bruchhaus und Hans-Peter Köpcke entspannt ihre Arbeit. Union-Spieler Florian Grosse untermalte das Geschehen auf dem Parkett mit schmissiger Musik auch mal abseits der Norm. Mehrfach bekamen sie Besuch von Lukas Kettemer (SC Egenbüttel) und Christian Sommer (Riewesell), die sich als Belohnung dafür, in jeweils zwei Partien den ersten Treffer erzielt zu haben, insgesamt vier Mettwürste abholten. „Mein Ex-Verein hat dieses Turnier sehr schön aufgezogen“, sagte Ingo Jopp, der nach sechs positiven Jahren als Trainer des FC Union keine leichte Zeit mit dem TSV Heist durchmacht. Das Ex-Team scheiterte nach seinem Vorjahressieg trotz des 2:1 über die Betriebssportler diesmal in der Vorrunde.

Entscheidend war das 1:2 gegen den SV Rugenbergen II, der beim 0:2 im Halbfinale gegen die Pinneberger (Torschützen: Nils Hammer, Steve Carstensen) keine Chance hatte, sich um den dritten Platz gegen den TSV Uetersen II aber 4:2 nach Neunmeterschießen durchsetzte. Heino Riewesell freute sich über Tore von Yannick Kouassi (2) und Christian Sommer im anderen Halbfinale gegen die TSV-Reserve (3:0). Zwei Herzen schlugen nicht zum ersten Mal in der Brust von TSV II-Trainer Sandor Horvath, der als Riewesells leitender Angestellter diesmal die Maler und Lackierer coachte.

Verzichten muss Heino Riewesell wohl einige Zeit auf die Mitarbeit von Jörg Dreier, der sich als Einziger ernsthaft (am Knöchel) verletzte. Kay Hollender wiederum wird seinem Supermarkt irgendwann im nächsten Jahr drei Tage den Rücken kehren. Die Tornescher schenkten dem Turnier-Namensgeber als Dank für dessen Engagement eine dreitägige Schiffsreise von Amsterdam nach Newcastle.

Die Bezirksliga-Fußballer von Roland Wedel sagten einem früheren Vereinsmitarbeiter zum 17. Mal „danke für alles“. Beim traditionellen Willi-Freyer-Gedächtnisturnier in der Steinberghalle mussten sie allerdings hinter dem Staffel-Konkurrenten Rissener SV mit dem zweiten Rang zufrieden sein Das 0:1 im direkten Vergleich, das viertletzte Turnierspiel, gab den Ausschlag.

Maximilian Wichern vom Turniervierten Cosmos Wedel wurde als bester Torschütze (acht Treffer) ebenso geehrt wie Teamgefährte Lukas Westphal, dem ein spektakulärer Treffer mit der Hacke glückte. „Der war künstlerisch wertvoll“, bewunderte Lothar Kahl, der Ligaobmann des FC Roland, das Ereignis. Beim Viererketten-Cup von TuRa Harksheide verbreiteten unterdessen die Oberliga-Kicker des SC Condor als ungeschlagener Erster gute Laune.

„Es machte Spaß, ihnen zuzusehen, nur nicht beim 7:0 gegen uns“, sagte Lars Landschof, der Trainer des TuS Holstein. Das Quickborner Kreisligateam hatte aber auch Siege über den Glashütter SV (Bezirksliga/3:0), den WSV Tangstedt (Verbandsliga Schleswig-Holstein/5:2) und den SV Bergstedt (Bezirksliga/3:1) zu bieten. Es wäre mehr als der fünfte Platz möglich gewesen.