Uetersen

Uetersens beherzter Kampf fand kein glückliches Ende – 2:3

Raus mit Applaus. Beim 2:3 (2:2, 0:2) nach Verlängerung im Oddset-Pokal gegen den Oberliga-Dritten Altona 93 machte der TSV Uetersen Werbung für den Landesliga-Fußball.

Uetersen . Peter Ehlers ärgerte sich nicht lange, dass die Gäste seinem Team mit einem perfekt ausgeführten Freistoß in der 117. Minute den Weg ins Viertelfinale verbauten. Eindeutig überwog die Stolz. „Wenn wir so toll spielen wie ab der 46. Minute, kann ich nicht traurig sein“, sagte der TSV-Coach.

Im Rosenstadion herrschte echte Pokalstimmung. 265 zahlende Zuschauer bildeten den würdigen Rahmen. Die AFC-Fans übertrieben ihren Enthusiasmus ein bisschen. Zwei Werbebanden gingen zu Bruch, als das bunte Völkchen von der Griegstraße aus Begeisterung über die AFC-Treffer in der 6. und 19. Minute aufs Blech klopfte. Doch die Uetersener ließen nicht die Köpfe hängen. Das war es, was ihnen der Trainer später hoch anrechnete. In der 40. Minute verpasste Jannick Prien die erste gute Möglichkeit zum Anschlusstreffer. In der 69. Minute bebte das Aluminium bei einem Pfostenschuss von Eddy Enderle.

Die Altonaer hätten eigentlich gewarnt sein müssen, doch sie achteten nicht auf die Signale. Der erst unmittelbar zuvor für Christian Förster eingewechselte Christian Kilb erhöhte prompt mit dem Anschlusstreffer in der 83. Minute den Pulsschlag der Kundschaft. Dann kam noch der große Moment des Yannick Kouassi, der nach einem Zuspiel von Philipp Ehlers die Verlängerung erzwang (2:2/90.). Der Favorit wankte, fiel aber nicht, trotz einer Gelb-Roten Karte (110.).