Pinneberg

Früherer Fußballprofi greift beherzt zu

| Lesedauer: 3 Minuten
Wolfgang Helm

Stefan Studer beschert Oberliga-Clubs aus dem Kreis attraktive Gegner bei Hamburger Hallenmasters. VfL Pinneberg richtet Bert-Meyer-Cup aus

Pinneberg. Michael Fischer legte sich fest. „Am 11. Januar bin ich in Uetersen.“ Der Trainer des VfL Pinneberg zieht es vor, sich beim Rosen-Cup des TSV und nicht bei den Hamburger Hallenmasters am selben Tag in der Alsterdorfer Sporthalle blicken zu lassen. Es geht um Nachbarschaftspflege und Dank für viele schöne Stunden in den vergangenen Jahren, als das Uetersener Turnier noch „Riewesell-Cup“ hieß und sich mit seinem bunten Programm riesiger Beliebtheit im Kreis erfreute.

Seinen Oberliga-Fußballern stellt es der Coach anheim, für welches Turnier sie sich entscheiden. Mit seinem großen Kader ist der VfL in der Lage, beide Termine schlagstark zu besetzen. Die einen werden das „Wer-ist-wer“ des Hamburger Amateur-Fußballs mit der Aussicht auf 1000 Euro Preisgeld für den ersten Platz favorisieren, die anderen die wesentlich intimere Atmosphäre an der Seminarstraße.

Unterdessen bemüht sich der Hamburger Verband, seine Hallenmeisterschaften finanziell auf gesunde Beine zu stellen und in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. In Halstenbek wurde ein Hauptsponsor gefunden, der dem Turnier jetzt auch den Namen (Möbel Schulenburg-Pokal) gibt. Kein Geringerer als der frühere Bundesliga-Profi Stefan Studer (FC St. Pauli, Eintracht Frankfurt, Wattenscheid 09, Hannover 96, Hansa Rostock), 49, mittlerweile Talente-Späher von Bayer Leverkusen, nahm die Gruppenauslosung im Restaurant des neuen HFV-Partners in der Wohnmeile vor.

Der gebürtige Buxtehuder bescherte der SV Halstenbek-Rellingen die Möglichkeit, sich gegen die TuS Dassendorf für die am 1. Dezember erlittene erste Punktspielniederlage nach 15 Spielen (1:3) zu revanchieren. Außer auf den Oberliga-Spitzenreiter treffen die Halstenbeker in der Vorrunde auf die Regionalliga-Mannschaften von Eintracht Norderstedt und des FC St. Pauli II. Die Pinneberger setzen sich in ihren Gruppenspielen mit dem SC Victoria (Regionalliga), Altona 93 und dem SV Curslack-Neuengamme (Oberliga) auseinander. Der Anpfiff ertönt um 13 Uhr. Die Verbandsliga-Fußballerinnen von Union Tornesch treten bei den Frauen-Masters am 12. Januar von 11Uhr an gegen Bergedorf 85, den SC Eilbek und den SC Vier- und Marschlande in Aktion. Für das beste Damenteam ist eine Erfolgsprämie von 500 Euro ausgelobt.

Während Lücken auf den Rängen in der Alsterdorfer Sporthalle (Fassungsvermögen: 4000 Zuschauer) nicht zu übersehen sein werden, meldete der VfL Pinneberg bei seinem Bert-Meyer-Cup bei den zurückliegenden Ausspielungen zumeist „ausverkauft“. Vor allem am letzten der drei Turniertage, wenn die neun ranghöchsten Teams der Region den inoffiziellen Hallen-Kreismeister ermitteln, wird es erfahrungsgemäß eng in der Halle der Theodor-Heuss-Schule. Diesmal wurden den Gastgebern bei der Gruppeneinteilung im VfL-Clubheim die Teams des SV Rugenbergen, des TSV Uetersen, von TBS Pinneberg und Blau-Weiß 96 als Vorrundengegner zugelost.

In der Parallelgruppe kann der FC Elmshorn gegen die SV Halstenbek-Rellingen, den Wedeler TSV, die zweite Mannschaft des VfL Pinneberg und einen Qualifikanten seine Enttäuschung darüber verarbeiten, die Teilnahme an den Hallenmasters verpasst zu haben. Große Anziehungskraft besitzen aber auch die Vorturniere. Am Start sind der SC Pinneberg, Kickers Halstenbek, der TuS Borstel, Sportfreunde Pinneberg, SuS Waldenau (erstes Vorturnier, Gruppe A), Gencler Birligi, der TSV Seestermühe, Cosmos Wedel, der TuS Appen, der Heidgrabener SV (Gruppe B), der TSV Sparrieshoop, die SV Halstenbek-Rellingen II, der TSV Holm, der SSV Rantzau (zweites Vorturnier, Gruppe A), der SC Egenbüttel, Roland Wedel, der Kummerfelder SV, Union Tornesch und die SV Lieth (Gruppe B).

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport